Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Mit Vollgas in Untersuchungshaft

Mutmaßlicher Schleuser liefert sich waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei auf der A8

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Montag (13. Dezember) einen mutmaßlichen Schleuser in Untersuchungshaft gebracht. Dem Mann wird vorgeworfen, mit einem Auto fünf Migranten eingeschleust zu haben. Seiner Festnahme auf der A8 war eine rund 20 Kilometer lange Verfolgung durch die Polizei vorausgegangen.

Meldung im Wortlaut

Rosenheim/Holzkirchen - Offenkundig wollte sich der palästinensische Fahrzeugführer durch riskante Fahrmanöver der Kontrolle entziehen. Bei Holzkirchen konnte der Wagen schließlich gestoppt und die waghalsige Flucht beendet werden.

Der Wagen mit belgischen Kennzeichen sollte ursprünglich von der Grenzpolizei bei Irschenberg gestoppt werden. Auf die Anhaltesignale der Beamten reagierte der Fahrer mit einem kurzen Halt. Anschließend gab er direkt wieder Gas, um seine Fahrt in Richtung München fortzusetzen.

Mithilfe mehrerer Streifenwagen versuchte die Polizei, den Wagen zu stoppen. Der 34-Jährige am Steuer des Fluchtfahrzeugs probierte indes, die Polizeiautos zu rammen, um der Kontrolle zu entgehen. Nur durch starkes Bremsen und extreme Ausweichmanöver konnten Zusammenstöße mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen verhindert werden.

Schließlich gelang es den Polizeistreifen, den verfolgten Wagen einzukeilen, zu stoppen und die Insassen zu kontrollieren. Der Fahrer des Wagens wies sich mit einem palästinensischen Reisepass und einer belgischen Aufenthaltsgenehmigung aus. Seine fünf Begleiter hatten keine Papiere. Eigenen Angaben zufolge stammen sie aus Palästina.

Wegen des Verdachts der illegalen Einreise beziehungsweise des Einschleusens von Ausländern wurde die zuständige Bundespolizeiinspektion in Rosenheim eingeschaltet. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die Mitfahrer im Alter von 21 bis 38 Jahren bereits Anfang Dezember versucht, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Die fünf Männer waren jedoch zurückgeschickt worden. Gegen sie wurde eine Wiedereinreisesperre verhängt. Dennoch wollten sie wieder ins Land gelangen.

Wegen ihres illegalen Einreiseversuchs entgegen eines gültigen Einreise- und Aufenthaltsverbots beantragte die zuständige Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft für die fünf Palästinenser. Auch den festgenommenen Fahrer, der seine Begleiter offenbar von Österreich nach Belgien bringen wollte, führten die Bundespolizisten beim Haftrichter vor. Auf dessen Anordnung hin musste der mutmaßliche Schleuser in einer Augsburger Justizvollzugsanstalt die Untersuchungshaft antreten.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa