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Von Österreich über Kiefersfelden Richtung Rosenheim

Nach irrer Verfolgungsjagd über A93 und A8: Auto war als gestohlen gemeldet

Am Donnerstagnachmittag (5. August) kam es zu einer spektakulären, grenzübergreifenden Verfolgungsjagd. Ein Mann durchbrach mit seinem Audi die Grenzkontrollstelle Kiefersfelden und lieferte sich ein Autorennen mit der Polizei.

Update, 6. August - Auto war als gestohlen gemeldet

Die Mitteilung im Wortlaut:

Am 5. August, gegen 17 Uhr wurde eine Polizeistreife im Gemeindegebiet von Kundl auf ein extrem schnell auf der Tiroler Bundesstraße fahrendes Auto aufmerksam und nahm sofort die Verfolgung auf. Der Fahrer flüchtete mit dem Fahrzeug, wobei er auf der Tiroler Bundesstraße und im Anschluss auf der Autobahn A12 zahlreiche Verkehrsübertretungen setzte, sowie in Wörgl mehrere Leitpflöcke beschädigte. Kurz zuvor verursachte der Autofahrer im Gemeindegebiet von Radfeld einen Verkehrsunfall, wobei er ein Auto im Zuge eines gefährlichen Überholvorganges streifte.

Schließlich flüchtete der Lenker über die Autobahn auf deutsches Staatsgebiet. Dort konnte der Lenker gegen 17.20 Uhr nach einem Verkehrsunfall von der deutschen Polizei festgenommen werden.

Bei dem Lenker handelte es sich um einen 28-jährigen Marokkaner. Das Auto scheint als gestohlen auf.

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

Erstmeldung, 5. August

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Am 5. August durchbrach ein männlicher Fahrzeugführer gegen 17 Uhr mit einem Audi Q5 die Kontrollstelle der Bundespolizei am Autobahn Grenzübergang Kiefersfelden und flüchtete anschließend mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Inntalautobahn A93 Richtung Rosenheim. Wegen einer Verkehrsunfallflucht in Österreich wurde er hierbei bereits von mehreren Streifen der österreichischen Polizei verfolgt, welchen sich die Bundespolizei, sowie wenig später Kräfte der Verkehrspolizei Rosenheim, der Grenzpolizei Raubling und der Polizei Brannenburg auf deutscher Seite anschlossen.

Flucht endet in Frontalcrash

Aufgrund der halsbrecherischen Fahrweise verloren die Streifen das Fahrzeug auf der A93 zunächst aus den Augen. Kurz darauf beobachtete eine Streife der Grenzpolizei, wie der Fahrer auf der A8 an der Rastanlage Samerberg Süd das Fahrzeug betanken wollte. Als er die Beamten bemerkte, trat er erneut in ähnlicher Weise die Flucht in Richtung Salzburg an, während die Einsatzkräfte erneut die Verfolgung aufnahmen. Diese endete kurz nach der Anschlussstelle Achenmühle, als der Fahrer im dichten Verkehr zunächst einen Mini eines 55-Jährigen aus dem Berchtesgadener Land streifte und anschließend frontal in einen Kleintransporter Iveco eines 56-Jährigen aus Maisach prallte, wobei er zusätzlich noch einen polnischen Sattelzug leicht touchierte.

Er konnte hierauf durch die Polizei festgenommen werden. Die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim übernahm zuständigkeitshalber die Unfallaufnahme und die weitere Sachbearbeitung. Durch den Unfall wurden der Fahrer selbst, sowie der Fahrer des Kleintransporters leicht verletzt und kamen zur Behandlung in ein umliegendes Klinikum. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge musste die A8 in Richtung Salzburg an der Unfallstelle bis 19 Uhr für ca. eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden.

Der Verkehr wurde durch die Bundespolizei und die Autobahnmeisterei Rosenheim an den Anschlussstellen ausgeleitet. An der Unfallstelle befanden sich zusätzlich die Feuerwehren Rohrdorf und Pfraundorf zu Reinigungsarbeiten. Aufgrund des hohen Reiseverkehrs kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn und den Umleitungsstrecken.

Der Fahrer des Audi wird sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Illegalem Kraftfahrzeugrennen, Fahrlässiger Körperverletzung und mehreren Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung verantworten müssen. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte aufgrund dessen Haftantrag gegen den Raser.

Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können bzw. geschädigt oder gefährdet wurden, werden gebeten sich telefonisch bei der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter +49 8035 9068-0 zu melden.

Pressebericht Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

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