Einsatz am Rosenheimer Bahnhof

Tourist "wandert" über Gleise und wird fast von Bahn überrollt

Rosenheim - Ein 71-jähriger Ungar hat am Dienstagmorgen (18. Juni) den Zugfahrplan der Strecke Rosenheim – Holzkirchen durcheinandergebracht.

Pressemeldung im Wortlaut

Mit seinem Spaziergang im Gleis sorgte der Mann gegen 8.30 Uhr für die Notbremsung eines herannahenden Regionalzugs. Aufgrund des Vorfalls waren vier Züge insgesamt rund 130 Minuten verspätet.

Der „Gleisläufer“ blieb ebenso wie die Fahrgäste des abrupt abgebremsten Zuges unverletzt. Über die Notfallleitstelle der Bahn wurde sogleich die Bundespolizei verständigt. Zunächst stellte der Lokführer den ungarischen Staatsangehörigen vor Ort zur Rede. 

Als dem Mann aber klar wurde, dass er sich auch gegenüber der Bundespolizei erklären müsste, zog er es vor, sich vom Tatort zu entfernen. Schon nach kurzer Absuche des Umfelds konnten die eingetroffenen Beamten den Flüchtigen in Gewahrsam nehmen und zur Inspektion nach Rosenheim bringen

Offenbar war er sich der Gefahr, in die er sich zuvor begeben hatte, überhaupt nicht bewusst. Er gab an, als Tourist durch Deutschland zu wandern und möglichst bald in Richtung Italien weiterreisen zu wollen. Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei wieder verlassen. Er wird sich aller Voraussicht nach wegen seines Aufenthalts im Gleisbereich zu verantworten haben.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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