Bei einer Verkehrskontrolle in Rosenheim

Kein Führerschein, während der Fahrt telefoniert und Verdacht auf falsches Kennzeichen am Auto - Für Mann (28) kommt es knüppeldick

Rosenheim - Bei einer Verkehrskontrolle am Donnerstag (16. April) ging der Polizei ein alter Bekannter ins Netz.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Beamte der Rosenheimer Polizei kam in der Münchener Straße ein Autofahrer entgegen, der während der Fahrt verbotswidrig sein Handy benutzte. Der Lenker wurde anschließend einer Verkehrskontrolle unterzogen. Der 28-jährige Fahrer aus Kolbermoor wurde zunächst gebeten, seinen Führerschein und die Unterlagen für seinen VW vorzuzeigen. Der Kolbermoorer meinte dann, dass er den Führerschein zu Hause vergessen hat.

Die Unterlagen vom Auto wurden ihm bei einer Auslandsreise in Serbien von der dortigen Polizei eingezogen. Für die Beamten klang diese Version unglaubwürdig und sahen deshalb etwas genauer hin. Es konnte dann recht schnell festgestellt werden, dass die am VW angebrachten Kennzeichen nicht für den Pkw zugeteilt und zugelassen waren. Die Kennzeichen sind zugelassen für einen anderen VW. Der Kolbermoorer schilderte, dass er die Kennzeichen von einem „Bekannten“ erhalten hat.

Auch einen Führerschein konnte der Mann nicht vorweisen und nun folgte die Einleitung von mehreren Strafverfahren. Wegen Tausch der Kennzeichen wurde ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet, da kein Führerschein vorhanden war wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen fehlender Versicherung ein Strafverfahren nach dem Pflichtversicherungsgesetz. Auch die Kfz-Steuer wurde nicht beglichen, weshalb noch ein Verstoß nach der Abgabenordnung vorlag.

Die Fahrt wurde noch vor Ort beendet und der Fahrer musste zu Fuß weiter gehen. Der „Bekannte“ wird von der Polizei noch über das Kennzeichen ermittelt werden, denn auch hier liegt der Verdacht von Straftaten im Raum.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Kommentare