Pflegerin (49) in Untersuchungshaft

Pflegebedürftiges Ehepaar aus Rosenheim schwer mit Schlägen und Verbrühungen misshandelt

Rosenheim - Nach der schweren Misshandlung eines stark pflegebedürftigen Ehepaares am Freitag, 11. Dezember 2020, sitzt die dringend tatverdächtige Pflegerin mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim ermittelt.

Update, 17.22 Uhr - Verletzungen waren schwer aber nicht lebensgefährlich

Über den aktuellen Gesundheitszustand konnte die Polizei keine Angaben machen. „Es handelte es sich zwar nicht um lebensgefährliche Verletzungen“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Die Verletzungen sind aber so schwer, dass die Opfer wohl noch längere Zeit damit zu kämpfen haben.“

Erstmeldung:

In den frühen Abendstunden des Freitag, 11. Dezember, bemerkten Angehörige schwere Verletzungen des stark pflegebedürftigen Ehepaares aus Rosenheim. Die Opfer, 83 und 76 Jahre alt, wurden im Rahmen eines täglichen Besuches mit erheblichen Verbrühungen und Hämatomen vorgefunden, die ihnen offensichtlich mit stumpfer Gewalt beigebracht worden waren. Das schwer verletzte Ehepaar musste im Anschluss stationär in einer Klinik aufgenommen werden.

Im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung ergab sich der dringende Tatverdacht gegen die, aus Polen stammende, weibliche Pflegekraft des Ehepaares. Die Ermittlungen werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein durch das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim geführt.

Am Freitag, 18. Dezember, wurde die 49-jährige Pflegerin festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Landgericht Traunstein einen Haftbefehl. Die Frau wurde, nachdem ihr dieser vom Ermittlungsrichter eröffnet worden war, in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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