BuPo Rosenheim auf der A93 im Einsatz

Mit Haschisch und gefälschtem Geldschein unterwegs

Rosenheim / A93 – Seit dem Wochenende (22./23. August) ist die Bundespolizei in Rosenheim mit drei weiteren Schleusungsfällen befasst. Die Geschleusten stammen aus Pakistan, Tunesien und dem Irak. Sie wurden in Autos beziehungsweise in einem Reisebus befördert. In der Grenzkontrollstelle auf der A93 wurden ihre mutmaßlichen Schleuser festgenommen.

Die Meldung im Wortlaut:

Mit Haschisch und gefälschtem Geldschein unterwegs

Die Zurückweisung nach Österreich sprachen Bundespolizisten auch gegenüber zwei Pakistanern aus. Bei einem von ihnen handelt es sich um den 31-jähirgen Fahrer eines Autos mit italienischen Kennzeichen.
Die Durchsuchung des mutmaßlichen Schleusers brachte einen offenkundig gefälschten 20 Euro Schein ans Licht. Sein ebenfalls in Italien registrierter Mitfahrer im Alter von 28-Jahren führte rund zehn Gramm Haschisch mit.

Die notwendigen Einreisedokumente waren hingegen nicht auffindbar. Der dritte pakistanische Auto-Insasse hatte zwar eine italienische Aufenthaltserlaubnis, diese war allerdings abgelaufen und daher nicht mehr gültig.

Bei der Personalienüberprüfung stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft in Mainz wegen eines laufenden Betrugsverfahrens sowie die Mainzer Ausländerbehörde zur Klärung eines asylrechtlichen Verfahrens den Aufenthaltsort des 29-Jährigen in Erfahrung bringen wollten. Der gesuchte Mann wurde unmittelbar dem zuständigen Ausländeramt zugeleitet, das über seinen weiteren Verbleib im Land zu entscheiden hat.

Gefälschter Pass im Irak von Bekanntem besorgt

Einen Freund in Sachsen wollte ersten Angaben zufolge eine irakische Reisegruppe besuchen. Vier der sechs Businsassen sind noch minderjährig. Ob die sechs tatsächlich wie angegeben miteinander verwandt sind, ist nicht geklärt und noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Einer der Erwachsenen führte die irakischen Pässe der gesamten Reisegruppe mit. Zumindest ein Reisepass wurde von den Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der A93 als Fälschung entlarvt. Der mutmaßliche Schleuser gab zunächst an, dass das Dokument offiziell bei Behörden im Irak beantragt worden wäre.
Später erklärte er in der Rosenheimer Dienststelle jedoch, dass ein Bekannter in der Heimat die Papiere „besorgt“ hätte.

Entgegen der ursprünglichen Angaben änderte sich im Rahmen der weitergehenden grenzpolizeilichen Befragung schließlich der Reisezweck. Demnach ging es nicht mehr darum, einen Freund zu besuchen, sondern dauerhaft in Deutschland zu bleiben.

Nachdem die sechsköpfige Gruppe zum Ausdruck gebracht hatte, Asyl beantragen zu wollen, wurde sie an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Gegen den 29-Jährigen, der die Pässe der anderen Personen mitführte und als Organisator der Reise in Frage kommt, ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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