Am Dienstag in Rosenheim 

Beleidigte und bespuckt: Bundespolizei wegen mehreren Streitigkeiten im Einsatz

Rosenheim - Am Dienstag (23. Juli) ist die Bundespolizei in Rosenheim mehrfach wegen gewalttätiger Streitigkeiten alarmiert worden.

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Ein polnischer Staatsangehöriger ging am Abend auf die verständigten Bundespolizisten los, als diese ihn zur Klärung seiner Identität vom Rosenheimer Bahnhof zur Dienststelle bringen wollten. Er war zuvor vom Zugbegleiter eines Fernreisezuges von der Fahrt ausgeschlossen worden. 

Offenbar hatte der stark alkoholisierte Mann im Zug permanent mit einigen Landsleuten Streit gesucht. Als er nach seinem Fahrtausschluss dann auf die Beamten traf, versuchte der Pole mehrfach, sich in aller Öffentlichkeit ausziehen. Im weiteren Verlauf widersetzte er sich den Beamten. Er beleidigte und bespuckte sie. Schließlich wollte er auch noch nach diesen schlagen und treten

Selbst in der Dienststelle verhielt sich der Festgenommene noch sehr aggressiv und verweigerte zudem die Auskünfte zur Klärung seiner Identität. Die Nacht musste der Betrunkene in einer Zelle der Bundespolizei verbringen. 

Am Mittwochmorgen konnte er sich dann mit den Anzeigen, die gegen ihn erstattet wurden, auseinandersetzen. Dabei geht es um Widerstand gegen beziehungsweise tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie Verweigerung der Angaben zur Person.

In einem Regionalzug geriet am Nachmittag ein 57-Jähriger mit einem anderen Fahrgast in Streit. Eine junge Frau wollte im Zug eigentlich nur an dem Deutschen vorbeigehen. Dabei wehten ihm offenkundig bei geöffnetem Fenster die Haare der 20-Jährigen aufgrund des Fahrtwinds ins Gesicht. 

Nach ersten Erkenntnissen soll sich der Mann hierdurch derart belästigt gefühlt haben, dass er in die fremden Haare griff und an diesen zog. Das Ziehen muss wohl derart ruckartig gewesen sein, dass die Frau anschließend Kopf- und Nackenschmerzen zu beklagen hatte. 

Die Bundespolizei, die wegen der „haarigen Angelegenheit“ bahnseitig informiert worden war, nahm in Rosenheim die Personalien der Beteiligten auf und leitete die Ermittlungen wegen Körperverletzung ein.

Kurz zuvor waren zwei Jugendliche am Rosenheimer Bahnhof aneinandergeraten. Die beiden Syrer waren, als die benachrichtigten Bundespolizisten eintrafen, zwischenzeitlich von aufmerksamen Passanten getrennt worden. Der 14- und der 16-Jährige hatten sich aufgrund der tätlichen Auseinandersetzung augenscheinlich Schürfwunden zugezogen. Die beiden wurden von den Beamten zur Dienstelle mitgenommen. Dort konnten sie von ihren jeweiligen Erziehungsberechtigen abgeholt werden. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim 

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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