Grenzkontrollen auf A93 bei Kiefersfelden

Bundespolizei verhaftet international gesuchten Serben

Kiefersfelden– Die Rosenheimer Bundespolizei hat einen Serben am Mittwoch (22. April) auf richterliche Anordnung hin in München in eine Haftanstalt eingeliefert. Der Mann wurde von der serbischen Justiz mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Ihm drohen in seiner Heimat bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug.

Die Meldung im Wortlaut:

Der serbische Autofahrer wurde im Rahmen der Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden festgenommen. Bei der Überprüfung seiner Personalien fanden die Bundespolizisten mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass er erst seit drei Tagen auf Veranlassung des Obersten Gerichtshofs in Belgrad über die serbischen Landesgrenzen hinaus gesucht wurde. 

Dem 42-Jährigen wird vorgeworfen, im April dieses Jahres auf mehreren Internet-Plattformen zum Aufruhr in seiner Heimat angestiftet und somit zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in Serbien beigetragen zu haben. Nach serbischem Recht ist für dieses Vergehen eine fünfjährige Haft als Höchststrafe vorgesehen.

Entsprechend der Anordnung der verständigten Generalstaatsanwaltschaft in München wurde der verhaftete Serbe beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Anschließend brachten ihn die Beamten gemäß der richterlichen Entscheidung in eine Münchner Justizvollzugsanstalt. Dort muss er vorerst auf seine Auslieferung nach Serbien warten.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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