Auf der A93 auf Höhe Kiefersfelden

Arbeitgeber zahlt mehrere tausend Euro für seinen Angestellten

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Kiefersfelden - Ein österreichischer Arbeitgeber hat ihm mehrere tausend Euro gezahlt. Damit blieb dem ihm eine mehrmonatige Haft erspart.  Anders erging es einem Italiener. Auf eine Unterstützung hat er nicht zurückgreifen können, um dem Gefängnis zu entgehen. 36.000 Euro sind einfach zu viel gewesen.

Die Pressemeldung in Wortlaut:

Der Beifahrer eines Autos mit italienischen Kennzeichen musste seine Reise nach Deutschland in der Grenzkontrollstelle der Bundespolizei auf Höhe Kiefersfelden beenden. Laut Haftbefehl war der 51-Jährige vom Amtsgericht in Aachen wegen Insolvenzverschleppung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt in mehreren Fällen zu einer Geldstrafe von insgesamt 36.000 Euro verurteilt worden. Da er den geforderten Betrag nicht aufbringen konnte, wurde er von den Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.

In einem Firmenfahrzeug mit österreichischer Zulassung kontrollierten die Beamten auf der A93 einen tschechischen Staatsangehörigen. Mithilfe des Polizeicomputers fanden sie heraus, dass gegen den 44-Jährigen ein Haftbefehl der Traunsteiner Staatsanwaltschaft vorlag. Demnach war der Mann vom Amtsgericht Rosenheim wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 7.600 Euro verurteilt worden. Da der Tscheche selbst nicht über so viel Geld verfügte, wandte er sich an seinen Chef. Dieser wollte offenbar nicht für die Dauer der ersatzweise angeordneten Freiheitsstrafe von 190 Tagen auf die Arbeitskraft seines Angestellten verzichten und legte ihm den geforderten Betrag aus. Anschließend konnte der Firmeninhaber zusammen mit seinem Mitarbeiter die Fahrt auf der Inntalautobahn fortsetzen.

Pressebericht der Polizeiinspektion Rosenheim

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