Nach Arbeit mit Ermittlungsgruppe Krähe

Hauptkommissar Gollinger geht in Rente - sein letzter Fall war spektakulär

+

Traunstein/Österreich - Der Erste Kriminalhauptkommissar Bernhard Gollinger geht in Rente. Sein letzter Fall war spektakulär.

Pressemeldung im Wortlaut

Nach der erfolgreichen Klärung des Einbruchs bei der Feuerwehr Erlstätt, bei dem durch eine international agierende Tätergruppe ein hochwertiger Rettungsspreizer entwendet worden war, kann Erster Kriminalhauptkommissar Bernhard Gollinger zum Jahresende entspannt seinen Ruhestand antreten.

Nach der erfolgreichen Klärung des Einbruchs bei der Feuerwehr Erlstätt, bei dem durch eine international agierende Tätergruppe ein hochwertiger Rettungsspreizer entwendet worden war, kann Erster Kriminalhauptkommissar Bernhard Gollinger zum Jahresende entspannt seinen Ruhestand antreten. 

Im Zuge internationaler Ermittlungen konnten in Niederösterreich Mitte November Geldautomatenaufbrecher festgenommen werden, die auch im Landkreis Traunstein tätig waren. Die Medien haben darüber berichtet. In der Nacht vom 5. auf den 6. März  war es zu einem Einbruch in das Feuerwehrhaus in Erlstätt gekommen. Die Diebe entwendeten dabei einen Rettungsspreizer im Wert von etwa 20.000 Euro, der z. B. zum Bergen von eingeklemmten Personen aus Autos benötigt wird. 

Ebenso wurden in der Tatnacht in Erlstätt Kennzeichen von Autos gestohlen. Bevor noch diese Taten entdeckt worden waren, wollte eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Traunstein nur wenige Kilometer entfernt in Bergen die Insassen eines Audi A6 kontrollieren. Das Fahrzeug entzog sich jedoch der geplanten Kontrolle und flüchtete mit rund 250 Stundenkilometern über die A8 Richtung Österreich. Dabei warfen die Fahrzeuginsassen sogenannte Krähenfüße auf die Fahrbahn, so dass verfolgende Streifenwägen die Verfolgung abbrechen mussten. Die Reifen mehrerer unbeteiligter Fahrzeuge wurden ebenfalls beschädigt. Die Spur des Audis verlor sich dann auf der Salzburger Autobahn A10 in Fahrrichtung Villach. 

Von Anfang an gingen die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein davon aus, dass zwischen dem Einbruch in Erlstätt und der Flucht ein Zusammenhang besteht und es sich um international tätige Verbrecher handelt. Rettungsspreizer werden von diesen Straftätern zusammen mit Sprengstoffen oder Gasen zum Aufbrechen von Geldautomaten verwendet. Die Täter gehen in solchen Fällen auch mit äußerster Rücksichtslosigkeit gegenüber Polizeikräften vor. 

Vor diesem Hintergrund wurde beim Kommissariat 10 – Grenzbezogene Kriminalität – in Bad Reichenhall die Ermittlungsgruppe „Krähe“ unter Leitung von EKHK Gollinger eingerichtet. Im Zuge des internationalen Informationsaustauschs mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich konnten Tatzusammenhänge zu einer slowakischen Tätergruppe hergestellt werden, die für eine Serie von Geldautomatenaufbrüchen in Österreich und Polen verantwortlich sind. 

Nach deren Festnahmen konnte durch den Abgleich der DNA-Spuren auch die Taten in Erlstätt geklärt werden. EKHK Gollinger und der Hauptsachbearbeiter, Kriminalhauptkommissar Hinterseer, trafen sich am 6. Dezember zu einem abschließenden Gespräch mit dem Erlstätter Feuerwehrkommandanten, Michael Wimmer. Nach über 43 Dienstjahren, in denen er bei der Grenzpolizei, beim Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring und als Kommissariatsleiter bei der Kripo Traunstein erfolgreich tätig war, geht EKHK Gollinger nun „mit einer schönen Fallklärung“ verdientermaßen in Ruhestand.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Kommentare