Schwerpunktkontrollen in Rosenheim

Sechs an einem Tag: Polizei gelingt Schlag gegen die Tuner-Szene

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Rosenheim - Innerhalb weniger Stunden hielt die Polizei am Sonntag, 29. September, sechs aufsehenerregende Autos auf. Bei allen wurden illegale Tuning-Maßnahmen aufgedeckt.

„Es sind immer wieder dieselben Personen, die auffallen. Sie reagieren aggressiv, sind uneinsichtig und für verkehrserzieherische bzw. präventive Ansätze völlig unzugänglich.“ Mit diesen Worten kündigte Polizeipräsident Robert Kopp bereits 2017 an, dass sowohl Polizei als auch die zuständigen Behörden der Stadt und des Landkreises Rosenheim von nun an gemeinsam, gezielt und konsequent gegen die hiesige "Auto-Poser-Szene" vorgehen will.

Zum Beispiel wurden Haltverbote zwischen Karstadt und Karstadt Sport eingerichtet. Zudem führt die Polizei immer wieder Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt auf „Tuning“ durch. So auch am vergangenen Sonntagabend, 29. September. 

Innerhalb weniger Stunden konnte die Polizei so insgesamt sechs verschiedene, sogenannte "Auto-Poser" aus dem Verkehr ziehen. Um 17.15 Uhr die erste Kontrolle. Hier wurde in der Miesbacher Straße ein 19-jähriger Autofahrer aus Rosenheim mit seinem Mercedes angehalten und kontrolliert. Beim Mercedes war ein nicht eingetragenes Fahrwerk verbaut und auf den Achsen wurden sogenannte Distanzscheiben angebracht, um den Eindruck einer größeren Reifenbreite zu erwecken, berichtet die Polizei Rosenheim. 

Insgesamt sechs Fälle 

Gegen 17.45 Uhr habe man in der Kufsteiner Straße einen 23-jährigen Autofahrer aus Flintsbach mit seinem Daimler angehalten und kontrolliert. Beim Fahrzeug konnten die Beamten mehrere Mängel feststellen: darunter lasierte Rückleuchten, beim Ansaugstutzen fehlte die Verbindung zum Luftfilter und im Übrigen fehlte der Luftfilter gleich komplett.

Um 18 Uhr konnte in der Äußeren-Münchener-Straße ein 24-jähriger BMW-Fahrer aus Bad Aibling angehalten und kontrolliert werden. Der BMW verfügte über Frontspoileraufsätze (Flaps), abgedunkelte, nicht genehmigungsfähige Blinkerabdeckungen sowie ein abgeändertes Fahrwerk. Die Reifen entsprachen nicht den Größenvorgaben des Herstellers, eine breitere Reifengröße wurde montiert.

Gegen 19.15 Uhr hielten die Beamten in der Rathausstraße einen Audi, gelenkt von einem 28-jährigen aus Riedering, an. Beim Audi konnte ein nicht in die Betriebserlaubnis eingetragenes, verbautes Sportfahrwerk, festgestellt werden.

Bußgeldverfahren und Aufforderung zur Beseitigung der Mängel

Gegen 19.30 Uhr wurde in der Brianconstraße ein 22-jähriger BMW-Fahrer aus Eggstätt einer Verkehrskontrolle unterzogen. Beim BMW wurde festgestellt, dass die vorderen Fahrtrichtungsanzeiger feststehende, das heißt auf „Dauerbeleuchtung“ waren (US-Style). Zudem verfügte der BMW über einen nicht in der Betriebserlaubnis eingetragenen Frontspoileraufsatz.

Gegen 21.30 Uhr folgte die letzte Kontrolle an diesem Tag. In der Pernauerstraße konnte man einen 24-jährigen Autofahrer aus Schechen mit seinem VW stoppen. Beim VW konnten technische Veränderungen festgestellt werden, so war ein Sportfahrwerk verbaut und Reifen aufgezogen, die nicht in der Betriebserlaubnis eingetragen waren.

Wie die Polizei mitteilt, wurde gegen alle Autofahrer ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Polizei übergab zudem Listen zu den Fahrzeugmängeln mit der Aufforderung, die Mängel in der nächsten Woche zu beseitigen und das Fahrzeug im ordnungsgemäßen Zustand vorzuführen.

mz / Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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