Abschlussfeier an der Pauline-Thoma-Schule

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Die Mittlere-Reife-Schüler der Abschlussklassen der Pauline-Thoma-Schule mit ihren Klassleitern Sebastian Oberhansl (links oben) und Matthias Suter (Mitte rechts) sowie Rektor Friedrich Sparrer.

Kolbermoor - Welch gutes Verhältnis die Mittlere-Reife-Schüler der Abschlussklassen zu ihren Lehrern aufgebaut haben, zeigte sich in bewegender Form im Rahmen der Entlassfeier.

Durch diese positive Grundstimmung wurden gute Leistungen erzielt: Alle Schüler haben den Abschluss in der Tasche.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrerin Birgit Molnar von der evangelischen und Pfarrer Blasius Wagner von der katholischen Pfarrei versammelten sich alle Schüler der Klassen 10Ma und 10Mb mit Eltern, Geschwistern und Großeltern in der Aula der Pauline-Thoma-Mittelschule.

Das Einführungslied von der Schulband "Die perfekte Welle" hätte nicht passender sein können. Denn alle Schüler seien "auf einer Welle des Erfolgs zum Abschluss der Prüfungen" gekommen, wie es ein Lehrer treffend formulierte. Rektor Friedrich Sparrer freute sich über Vertreter des öffentlichen Lebens als Gäste. So waren beispielsweise auch der ehemaliger Schulleiter Claus Hardt und Zweiter Bürgermeister Franz Schrank zur Feier gekommen.

Schrank lobte das Engagement der Jugendlichen, die durch ihre Beteiligung an zahlreichen Projekten (beispielsweise Schülerfirma) zum guten Ruf der Pauline-Thoma-Schule auch über die Landkreisgrenzen hinaus beigetragen hätten. Für ihren künftigen Lebensweg wünschte Schrank den Abgängern "viel Spaß, viel beruflichen Erfolg, Glück und Gottes Segen".

Lob für die Schüler und die Schule kam von den Ehrengästen sowie von der Elternbeiratsvorsitzenden Renate Wendt (links).

Viel Mühe hat sich auch Elternbeiratsvorsitzende Renate Wendt mit dem Verfassen ihrer Rede gegeben. In Anlehnung an ein Zitat von Wilhelm Busch forderte sie die Schüler auf, auch in Zukunft neuen Menschen zu vertrauen und sich auf sie einzulassen. Dann würde sicher wie bisher in der Schulzeit so mancher "Regenschauer mit Blitz und Sturm" an ihnen vorüberziehen.

Auch Schulleiter Sparrer ließ die vergangenen Jahre der Jugendlichen an seiner Schule Revue passieren. Der Rektor wies darauf hin, dass sich die M-Klassen durch die guten Leistungen der Schüler vergrößert haben und aus anfangs 20 Schülern zwei Klassen mit zum Schluss 40 Schülern entstanden sind.

Die "Leistungssteigerung" der Mädchen und Buben führte Sparrer unter anderem auch darauf zurück, "dass die Chemie zwischen Schülern und Lehrer einfach gepasst hat".

Dies zeigte sich deutlich an den rührenden Abschiedsworten, die die Schüler Florian Wallner, Martin Gerold, Jana Schmid, Romana Maier und Emanuel Notarangelo für ihre beiden Klassleiter, Sebastian Oberhansl (10Ma) und Matthias Suter (10Mb), vorbereitet hatten. So bezeichnete ein Schüler Sebastian Oberhansl als einen "Lehrer aus Leidenschaft mit faszinierenden Lernmethoden" und brachte seine Meinung auf den Punkt: "Deshalb haben wir auch alle unseren Abschluss geschafft. Herr Oberhansl ist heute für uns mehr Freund als Lehrer, mit dem wir durch dick und dünn gegangen sind."

Nicht weniger Lob erhielt Matthias Suter von seinen Schülern. Er sei immer "fair und hilfsbereit" gewesen und habe es verstanden, die Jugendlichen mit unglaublich motivierender Art zu unterrichten. Ohne Suters Engagement - trotz Vaterschaftsurlaub - hätten es die Schüler nicht bis zur mittleren Reife geschafft, zeigten sie sich überzeugt.

Abschied: Paulina Ponomareva (links) und Nathalie Pimperl werden in der Schulband fehlen. Auch die beiden Sängerinnen haben den Abschluss geschafft.

Wie viele positive Erlebnisse die beiden Klassen mit ihren Lehrern verbinden, demonstrierten sie in einer Bilderschau. Doch nicht nur explizit diesen beiden Lehrern, sondern der gesamten Schule sprachen die jungen Redner ihren Dank aus: "Das Arbeitsklima hier war sehr angenehm und viele Lehrer haben uns den Weg zum Abschluss sehr erleichtert."

Eine CD voller Fotos von den vergangenen drei Jahren hatte Sebastian Oberhansl in die Zeugnismappe jedes Schülers als Abschiedsgeschenk gelegt. Der Lehrer stellte die Zuverlässigkeit seiner Schützlinge während der Abschlussfahrt nach Berlin heraus: "Zu allen 20 Terminen seid ihr stets pünktlich erschienen. Ihr seid uns sehr ans Herz gewachsen und wir lassen euch nur ungern gehen."

Alle 39 Schüler, die zur Prüfung angetreten sind, haben bestanden. Acht der jungen Menschen werden anschließend die Fachoberschule besuchen. 27 der Schulabgänger haben bereits eine Lehrstelle gefunden, während zwei Jugendliche noch nicht wissen, wie es weitergeht. Leicht war es heuer wieder nicht, einen Ausbildungsplatz zu finden, erzählten die Lehrer. So habe selbst die beste Schülerin 20 Bewerbungen schreiben müssen, bis sie eine Stelle hatte. Wie wichtig die persönliche Kontaktaufnahme mit den Firmen ist, haben die Jugendlichen am eigenen Leib erfahren, so die beiden Klassleiter: "Ohne Praktikum oder Probearbeit hat man heute keine Chance mehr."

dli/Mangfall-Bote

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