Das sagt der RVO zu den Vorwürfen aus dem Landkreis Rosenheim

„Eine Schnapsidee sondergleichen“: Hintere Bereiche in Bussen abgesperrt - das steckt dahinter

Absperrung in RVO-Bus im Landkreis Rosenheim
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Die hinteren Bereiche in manchen RVO-Bussen im Landkreis Rosenheim wurden abgesperrt.

Nach dem Vorwurf eines Lesers, dass in einigen RVO-Bussen im Landkreis Rosenheim die hinteren Bereiche abgesperrt wären, bezog der RVO auf Nachfrage von rosenheim24.de Stellung. Einige Busfahrer wollten sich so offenbar vor der Reinigung des hinteren Busteils drücken.

Rosenheim - Ein Leser machte die Redaktion darauf aufmerksam, dass im Landkreis Rosenheim derzeit in einigen RVO-Bussen die hinteren Bereiche abgesperrt wären. Dabei seien die Sitzreihen ab der hinteren Tür einzelner Busse teilweise mit einem Absperrband vom Rest der Sitzplätze abgetrennt.

Auf Nachfrage bei einem der Busfahrer teilte dieser dem Leser mit, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation die Fahrgastzahl ohnehin geringer sei und dass aufgrund eines einzelnen Fahrgastes dann oft der komplette hintere Bereich des Busses gereinigt werden müsse, was man so umgehen möchte.

„Es ist eine Schnapsidee sondergleichen“

„Angesichts der aktuellen Pandemiesituation halte ich die künstliche Veringerung des Sitzplatzangebots für kontraproduktiv, man möchte fast sagen, es ist eine Schnapsidee sondergleichen. Während überall darauf geachtet wird, dass Abstände eingehalten werden und ab kommender Woche FFP2-Masken verpflichtend eingesetzt werden, wird hier das Abstandhalten künstlich erschwert“, berichtete der Leser gegenüber rosenheim24.de.

Auf Anfrage von rosenheim24.de teilte der zuständige Niederlassungsleiter des RVO mit, dass die Absperrungen in den betreffenden Bussen umgehend entfernt werden, zusätzlich werde intern geklärt, „wer hier so ungeschickt und ohne Abstimmung gehandelt hat“.

Fahrgastaufkommen um rund 90 Prozent zurückgegangen

Insgesamt sei das Fahrgastaufkommen seit der Umstellung der Schulen auf Distanzunterricht nochmal deutlich zurückgegangen, auch dass viele Menschen derzeit im Homeoffice arbeiten, sei bei der Auslastung der Busse in der Region spürbar. Laut Angaben des RVO müsse man derzeit ein Fahrgastrückgang von über 90 Prozent im Vergleich zur Situation vor Corona verkraften. Ab Montag, den 18. Januar, muss zudem in sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln - damit auch in den Bussen - eine FFP2-Maske von den Passagieren getragen werden.

aic

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