Älteste Rosenheimerin mit 108 Jahren gestorben

So rührend bedankt sich Enkelin Anja für die große Anteilnahme

+
Maria Fritzsche ist an einem Sonntag Anfang Juni im Alter von 108 Jahren verstorben.

Rosenheim - Die Nachricht bewegte die Region: Anfang Juni verstarb die älteste Rosenheimer Bürgerin Maria Fritzsche im Alter von stolzen 108 Jahren. Auf Facebook bedankt sich nun ihre Enkelin für die "liebe und große Anteilnahme".

"Meine Familie und ich sind überwältigt von eurer lieben und großen Anteilnahme. Danke für soviel Mitgefühl." In ihrem aktuellen Post auf der gemeinsamen Facebookseite "Was macht eine 107-Jährige heute" bedankt sich Anja, Enkelin von Maria Fritzsche, im Namen ihrer Familie für die riesige Anteilname, die sie nach dem Tod der 108-Jährigen erfahren haben. "Ich habe Oma eine gelbe Rose in unseren Garten gepflanzt, damit sie weiter strahlen und bei mir blühen kann." Innerhalb von rund fünf Stunden nach der Veröffentlichung dieses Posts haben bereits über 700 Personen auf diesen reagiert (Stand Freitag 11 Uhr).

Warum sie die Rose "Miez" getauft hat, erklärt sie in einer kurzen Geschichte:

Maria Fritzsche hatte zwei Kinder, fünf Enkel und zwei Urenkel

Maria Fritzsche wurde am 18. Dezember 1909 in Essen geboren und heiratete 1936 ihren Mann Erwin, der allerdings im Zweiten Weltkrieg fiel. In ihrer zweiten Lebenshälfte kam die Frohnatur durch ihren Sohn Jochen dann nach Rosenheim. Die pensionierte Innendekorateurin zählte zwei Kinder, fünf Enkel und zwei Urenkel zu ihrem engsten Familienkreis.

Fritzsche war auch ein richtiger "Facebook-Star". Auch rosenheim24.de hat darüber ausführlich berichtet. Zuletzt hatte sich Fritzsche zu ihrem 108. Wiegenfest im Dezember noch "Gesundheit" und "ein wenig Zeit für Reisen gewünscht". Ihre Enkelin Anja hatte das bewegte Leben ihrer Oma übrigens in einem Buch mit dem Namen "Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige" festgehalten.

Bewegender Abschied auf Facebook:

Am 7. Juni hat sich Enkelin Anja in einem bewegenden Post von ihrer Oma verabschiedet: "Am sonnigen Sonntag ist Oma Maria (108 + ½ Jahre) in Ruhe und glücklich für immer eingeschlafen. Sie hat am Vorabend noch einen Pudding gegessen und sich bis zum Schluss ihr Leben versüßt: "Anja-Spätzchen", hat sie noch zu mir gesagt, "ich kuck schon von oben herab, was du so machst!" Und das glaube ich ihr aufs Wort..." 

Außerdem gab sie den Menschen noch den einen letzten Rat ihrer Oma mit auf den Weg: „Immer weitergehen, nicht stehenbleiben!“

mh

Kommentare