Umbauarbeiten in den letzten Zügen

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Großer Aufwand: die Passage und der Einbau des Aufzugs im künftigen Bürgerhaus.

Kolbermoor - Gute Nachrichten für die Kolbermoorer Senioren: Bis Ende März soll das neue Bürgerhaus Von-Bippen-Straße 21 fertiggestellt sein, dann kann endlich Leben einziehen.

Seit über eineinhalb Jahren wird das ehemalige Arbeiterwohnhaus grundlegend saniert. Neben barrierefreien Wohnungen in den Obergeschossen soll es Raum bieten für Demenzhilfe sowie Projekte der Diakonie.

Die Umbauarbeiten an den ehemaligen Arbeiterwohnhäusern der Baumwollspinnerei Von-Bippen-Straße 20, 20a und 21 liegen in den letzten Zügen, in den nächsten Wochen können nach Angaben des städtischen Bauamtes bereits die ersten Wohnungen bezogen werden. Feinschliff wird auch am Bürgertreff in Haus 21 angelegt: Dieser soll bis spätestens Ende März/Anfang April an Diakonie und Demenzhilfe übergeben werden.

Ein "Weihnachtsgeschenk" bescherte die Stadt ihren Bürgern bereits einen Tag vor Heiligabend: mit der Öffnung der neuen Passage entlang der Ludwigstraße (wir berichteten). Als sehr aufwändig stellten sich Jörg Reinheckel vom Bauamt zufolge die Sanierungsarbeiten an dem Gebäude heraus: Sowohl der Durchbruch für die Passage als auch der Einbau des Aufzuges hätten Verzögerungen mit sich gebracht - "das war nicht einfach zu bewerkstelligen, Sanierungen sind oftmals mit Schwierigkeiten verbunden", erklärte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Ursprünglich war die Fertigstellung bereits für November 2010 vorgesehen.

Die Sanierungsarbeiten an den Gebäuden Von-Bippen-Straße 20, 20a und 21 liegen in den letzten Zügen.

Im Mai 2009 war Reinheckel zufolge der Startschuss für die Sanierungsarbeiten erfolgt, die Gebäude 20, 20a und 21 hätten nahe vollkommen entkernt werden müssen. Während in den Häusern 20 und 20a in dem einen sechs, in dem anderen sieben Wohnungen eingerichtet werden, entstehen in Nummer 21 neben sechs barrierefreien Wohnungen in den beiden Obergeschossen Räume für die Bürger: Das Erdgeschoss sowie das Untergeschoss können ab dem Frühjahr unter anderem für die Seniorenarbeit genutzt werden. Aus Kostengründen verzichtet hatte man indes auf einen Wintergarten über der Terrasse - "wir haben aber so geplant, dass ein Nachrüsten jederzeit möglich wäre", so Reinheckel.

Auf Vordermann werden zudem die Außenanlagen gebracht, sobald der Winter eine Verschnaufpause einlegt: Die Passage soll Reinheckel zufolge noch ein Granitpflaster erhalten, in den Innenhof wird eine behindertengerechte Rampe führen und auch die Stellplätze entlang der Von-Bippen-Straße müssen noch angelegt werden. Überdies ist im Westen von Haus 21 eine Grünfläche vorgesehen.

Die Vergabe der Außenarbeiten erfolgte noch im November im Rahmen einer "dringlichen Anordnung" durch Bürgermeister Peter Kloo an den günstigsten Bieter, die Firma Gebrüder Schmölzl GmbH aus Bayerisch Gmain, zum Preis von rund 226000 Euro, was der Bauausschuss in seiner Dezember-Sitzung einhellig zur Kenntnis nahm. Grund für die Eile: Die Passage und die weiteren Außenarbeiten sollten noch vor dem Wintereinbruch vorangetrieben werden - dem Ansinnen machte das Wetter jedoch wenig später einen Strich durch die Rechnung.

Während sich die Bauzeit insgesamt verzögerte, gibt es indes gute Nachrichten für den Stadtkämmerer: Die Kosten für das Projekt, rund 3,6 Millionen Euro, liegen Reinheckel zufolge nach wie vor im Rahmen, böse Überraschungen blieben der Stadt diesbezüglich erspart.

Sowohl die Demenzhilfe als auch das Diakonische Werk Rosenheim als Träger der Einrichtung stehen bereits in den Startlöchern und haben große Pläne für das Bürgerhaus: Mit Projekten, Vorträgen, aber auch Betreuung soll ein breites Angebot für Senioren, Demenzpatienten und deren Angehörige sowie interessierte Bürger geschaffen werden.

von Rosi Gantner/Mangfall-Bote

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