Arbeitslosenzahlen leicht gestiegen

+

Rosenheim - Die Bundesagentur für Arbeit Rosenheim vermeldet einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei fünf Prozent.

Harald Neubauer, Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur, sagt zu den aktuellen Zahlen vom regionalen Arbeitsmarkt: "Die Arbeitslosigkeit ist von Januar auf Februar, ähnlich wie im vergangenen Jahr, nur sehr geringfügig angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich trotz Eis und Schnee nicht mehr sprunghaft erhöht, sondern ist lediglich um 100 auf 13.180 angestiegen. Die Arbeitslosenquote, errechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, erhöhte sich im Vergleich zum Januar 2010 damit aber um 0,1 Prozent auf jetzt 5,0 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent)."

"Erfreulicherweise liegen die neuen Arbeitslosenmeldungen mit 3210 aber wieder deutlich unter dem Januarwert (minus 35 Prozent), obwohl das anhaltende Winterwetter etwas anderes erahnen ließ. Außerdem ist positiv zu vermerken, dass sich von den über 3000 Zugängen lediglich 1580 aus einer Erwerbstätigkeit heraus gemeldet haben. Im Januar waren es noch 3400 gewesen. Gleichzeitig konnten wir über 3000 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, davon 1220 in Erwerbstätigkeit verbuchen. Für die Beschäftigten in Stadt und Landkreis Rosenheim, sowie in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen hat sich daher die Lage auf dem Arbeitsmarkt zwar etwas verschlechtert, sie ist aber immer noch wesentlich entspannter als in anderen Regionen Bayerns und Deutschlands."

Neubauer führt weiter aus: "Firmen, die in nächster Zukunft Personalbedarf haben, sollten sich möglichst schnell mit unserem Arbeitgeber-Service in Verbindung setzen. Denn die Aussichten, jetzt die lang ersehnte Fachkraft zu bekommen, sind derzeit günstiger, als noch vor zwei Jahren. Da die Wirtschaftsprognosen für die Metall- und Elektrobranche nach wie vor nicht so günstig sind, gibt es gerade in diesen Bereichen gut ausgebildete Kräfte, bis hin zu Ingenieuren, die eine neue Stelle suchen. Also fragen Sie beim Arbeitgeber-Service nach, wir vermitteln Ihnen kostenlos geeignete Bewerber!

Für Firmen, die erstmals oder erneut Informationsbedarf im Hinblick auf Kurzarbeit haben, stehen unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom Arbeitgeber-Träger-Team unter der Telefonnummer 08031 / 202-373 als Gesprächspartner zur Verfügung. Auch für die Beratung von Arbeitgebern in Richtung Qualifizierung von Beschäftigten stehen unsere Fachkräfte bereit.", so Neubauer.  

Die erfolgreiche Qualifizierungsoffensive der Agentur für Arbeit läuft auch im Jahr 2010 weiter. Am 11. Februar (Zähltag) befanden sich 1050 Arbeitslose in beruflichen Weiterbildungen. Für einen Teil der Erwerbslosen ist die eigene Existenzgründung der richtige Weg aus der Arbeitslosigkeit hinein in die Selbständigkeit.

Die Arbeitsagentur fördert derzeit bei 1300 Personen diesen Schritt mit der Zahlung eines Gründungszuschusses in der Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes (Achtung: bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit muss noch ein Restanspruch von 90 Tagen bestehen).

Kurzarbeit ist nach wie vor das Instrument, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Belegschaft zu halten. Mittlerweile liegen die aktuellen Daten für Dezember vor: Im letzten Monat des Krisenjahres 2009 arbeiteten 4435 Arbeitnehmer in 376 Betrieben mit reduzierter Arbeitszeit. Das waren 1533 weniger als noch im September des vergangenen Jahres.

Bei den Stellenmeldungen ist ein positiver Trend zu erkennen. 1065 ungeförderte, normale Stellenangebote gingen vom 15. Januar bis 11. Februar bei den Vermittlungsfachkräften ein. Das war ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und sogar ein Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Zur Monatsmitte gab es noch 2010 ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen, also ebenfalls eine Steigerung gegenüber Vormonat und Vorjahr.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 2.310 Betroffenen gegenüber dem Vormonat nahezu gleich geblieben. Die Arbeitslosenquote blieb bei 7,4 Prozent. Von den betroffenen Personen werden derzeit 1110 im SGB III–Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch die ARGE Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II–Bereich ist mit 1200 nahezu gleich geblieben.
  • Der Landkreis Rosenheim weist, genau wie im Vormonat, eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent aus. Hier sind mit 5440 erwerbslosen Personen 35 weniger gemeldet als im Januar. Von den Beschäftigungslosen werden 3520 Personen durch die Hauptagentur Rosenheim und die Geschäftsstelle Bad Aibling (SGB III) betreut, 15 weniger als im Januar. Die ARGE Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1920 Frauen und Männer zuständig, 20 weniger als im Vormonat.
  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 3.060 gemeldeten Arbeitslosen eine leichte Zunahme (plus 65) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier leicht auf 5,0 Prozent erhöht. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 2040 Erwerbslose, 55 mehr als im Vormonat. Die ARGE Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich, wie bereits im Vormonat, um 1020 SGB II–Kunden.
  • Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 5,0 Prozent (plus 0,2 Prozent). Hier sind derzeit 2373 Personen erwerbslos gemeldet, 62 mehr als im Vormonat. 1.684 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 20 mehr als im Januar. Die Kommune verzeichnet gegenüber dem Vormonat ein Plus von 42 Betroffenen und betreut derzeit aktuell 689 gemeldete SGB II-Kunden.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Arbeitsmaktreport im Überblick (pdf)

Arbeitsmarktreport im Detail (pdf)

Kommentare