Staatsstraße: Ausbaustart hängt von Grundbesitzern ab

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Die Staatsstraße zwischen Prutting und Söchtenau, hier bei Rins, soll ausgebaut werden.

Söchtenau/Prutting – „Einigung mit den Grundbesitzern bestimmt den Baubeginn“, das war das Fazit einer Informations-Versammlung im Gasthof „Zur Post“ in Söchtenau.

Einigung mit den Grundbesitzern bestimmt den Baubeginn", das war das Fazit einer Informationsversammlung im Gasthof "Zur Post" in Söchtenau, zu dem Bürgermeister Sebastian Forstner geladen hatte. Es ging um den Ausbau der Staatsstraße 2360 zwischen Prutting und Söchtenau. Neben einer großen Zahl Söchtenauer Bürger waren auch viele Bürger mit Pruttings Erstem Bürgermeister Hans Loy gekommen.

Der Leiter des Straßenbauamts Rosenheim, Claus-Peter Olk, der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, der Gebietsleiter des Staatlichen Bauamts Rosenheim, Bereich Straßenbau, Wolfgang Bernrieder, und Planer Richard Brosig erläuterten die aufgelegten Pläne.

Bürgermeister Sebastian Forstner erinnerte an die erste Veranstaltung im Vorjahr, bei der aber nur die betroffenen Grundbesitzer eingeladen gewesen seien. Zwar werde der Verlauf der Straße nicht wesentlich geändert, aber Grundabtretungen seien trotzdem notwendig, da Kurvenradien verändert, Kuppen abgeflacht und ein zusätzlicher Geh- und Radweg gebaut werde. Dieser Weg erhöhe die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern erheblich. Eine schnelle Einigung mit den Grundeigentümern sei Voraussetzung, dass die Straße schnell gebaut werden könne, so Forstner. Er hoffe, dass das mit freiwilligen Einigungen, ohne Planfeststellungsverfahren, gehen werde.

Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner erinnerte an die von Mariele Fürst gestartete Unterschriftenaktion, die darin gipfelte, dass eine Delegation aus Söchtenau, Prutting und Halfing im Jahr 2009 einen Termin bei Innenminister Joachim Hermann in München erhalten habe. Der Minister habe eine Soforthilfe von 120.000 Euro für die Instandsetzung des damaligen maroden Zustands einiger Abschnitte der Straße zugesagt, sowie die nötigen Mittel für den völligen Ausbau, einschließlich Geh- und Radweg. Die Instandsetzung der schlimmsten Stellen sei in kürzester Zeit erfolgt.

Claus-Peter Olk erklärte, die vorgelegte Planung sei noch nicht endgültig, es sei ein Vorentwurf, der vor allem dazu diene, dass die nötigen Mittel im Haushalt eingeplant werden können. Der Streckenverlauf könne auf berechtigten Wunsch von Grundbesitzern immer noch im Detail geändert werden, Grenzwerte und Standards seien aber einzuhalten. Das Wichtigste sei jetzt, mit den Grundbesitzern Einigung zu erzielen. "Wenn alles gut läuft, könnte im nächsten Jahr Baubeginn sein", so Olk.

Planer Richard Brosig erläuterte den Straßenverlauf, ehe die allgemeine Diskussion begann. Auf Fragen erklärte Olk, dass möglichst die gesamte Straße von Prutting bis Söchtenau in einem Zug gebaut werden solle. Wenn das nicht gehe, müssten zwei Abschnitte, Prutting - Rins, sowie Rins - Söchtenau eingeplant werden. Die Bauzeit werde etwa fünf Monate betragen, eine Vollsperrung sei nötig.

Nicht geklärt wurde in der Versammlung, ob der Geh- und Radweg statt 2,50 Meter drei Meter breit werden solle, damit er auch als Wirtschaftsweg genutzt werden könne. Die Mehrkosten hätte die Gemeinde zu tragen. Auch die Entwässerung wurde angesprochen, diese verlaufe zwischen Straße und Weg, erläuterte der Planer. Auf den Einwurf "der Geh- und Radweg ist hinausgeschmissenes Geld", da die Radfahrer weiterhin auf der Straße fahren würden, erklärte Klaus Stöttner unter Beifall, wenn man schon als Geschenk einen solchen Weg bekomme, solle man ihn auch nehmen.

ni/Oberbayerisches Volksblatt

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