"Baufieber“ ausgebrochen

Höslwang - Vier Bauanträge standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Höslwanger Gemeinderats.

Manfred Hintermayer reichte einen Antrag auf Anbau und Aufstockung des Gebäudes an der Kreuzbergstraße ein. Der Bau soll um vier Meter nach Osten erweitert, sowie um ein Geschoss erhöht werden. Mit einer Enthaltung wurde dem Vorhaben zugestimmt. Ohne Gegenstimme wurden beide Anträge von Rudolf Linner zum Bau einer Stallung zur artgerechten Rinderhaltung und einer Güllegrube in Unterhöslwang genehmigt. Der Stall soll anstelle der teilweise abzubrechenden Maschinenhalle entstehen, die Güllegrube auf der anderen Straßenseite.

Zugestimmt wurde auch dem Vorhaben von Matthias Maier zum Bau einer Maschinenhalle mit Garagen und Hackschnitzelheizung in Guntersberg. Hier wurde eine Ziegeleindeckung anstelle des geplanten Trapezblechs für das Dach vorgeschrieben.

Weg frei für Planung eines Trainingsplatzes

Geändert wird der Flächennutzungsplan im Bereich des Sportplatzes. Die entsprechenden Flächen werden als öffentliche Grünfläche ausgewiesen. Die Änderung soll den Weg zur Planung eines Trainingsplatz frei machen. Klärungen sind noch bezüglich des bestehenden Entwässerungsgrabens erforderlich. Kontrovers diskutiert wurde eine vorgeschlagene Änderung des Flächennutzungsplans von Almertsham. Durch die Änderung soll ein Sondergebiet im Dorf zur Nutzung für eine Landmaschinenwerkstatt südlich des Ortes ausgewiesen werden. Paul Arnold wandte sich gegen dieses Projekt, da damit nur eine Lösung für einen Betrieb gefunden wird. Erweiterungsmöglichkeiten für andere Interessenten bestünden jedoch kaum. Das Kernproblem liege, so Arnold, darin, dass die Gemeinde es versäumt habe, neue Flächen für Gewerbeansiedlungen zu suchen und zu kaufen. Bürgermeister Josef Eisner entgegnete, dass bis heute keine Grundstücke gefunden wurden, welche auch gekauft werden können.

Manfred Hintermayer regte an, eine Erweiterung des Gewerbegebiets am Hirschberger Weg zu prüfen. Nach längerer Diskussion wurde eine Entscheidung wegen der von den Absprachen abweichenden Planskizze im Entwurf des Flächennutzungsplans, sowie zur Prüfung weiterer Alternativstandorte vertagt. Zugestimmt wurde einer Digitalisierung des Flächennutzungsplans in Höhe von 5000 Euro. Dies soll den papierlosen Austausch mit Behörden und Planern erheblich vereinfachen.

stü/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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