Unwetter in Bayern

Zuerst Wolken, dann Blitz und zuletzt Donner - diese Faustregel gilt bei Gewittern

Unwetter können so gefährlich sein, wie sie manchmal schön sind.
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Unwetter können so gefährlich sein, wie sie manchmal schön sind.

Oberbayern - Schon aus frühester Kindheit kennen viele eine Faustformel, mit der man laut Mama oder Papa genau ausrechnen kann, wie weit das Gewitter denn nun weg ist. Wenn es blitzt, fängt man an zu zählen bis es donnert. Dann beginnt das Rechnen.

Wenn man den Prognosen des DWD Glauben schenkt, wird es diesen Sommer noch das ein oder andere Mal ordentliche Unwetter geben. Auch wenn zu hoffen bleibt, dass diese vorüberziehen, ohne Schaden anzurichten, kann man selbst etwas Faszination für die Naturgewalten entwickeln. Vielleicht sogar im Zusammenspiel mit ein wenig einfacher Mathematik.

Lichtgeschwindigkeit und Schallgeschwindigkeit

Dass man diese Werte nicht immer sofort im Kopf hat, ist klar. Der Physikunterricht ist schon länger her und nicht jeder hat mit diesen Größen jeden Tag zu tun. Eine verlässliche Faustformel muss also her. So geht’s:

Wenn der Blitz zu sehen ist, dann ist das Licht mit etwa 300.000 km pro Sekunde unterwegs. Für die Entfernungen bei Gewitterwolken ist das zu vernachlässigen, da das Grollen nur etwa 50 km weit zu hören ist. Selbst eine solche Entfernung legt Licht in einem winzigen Bruchteil einer Sekunde zurück.

Die nächste Größe ist dann die Geschwindigkeit des Donners. Die ist natürlich Schallgeschwindigkeit, welche etwa bei 330 Metern pro Sekunde liegt. Für die Faustformel kann hier glücklicherweise gerundet werden. So kommt man auf etwa einen Kilometer alle drei Sekunden.

Merke:

  • 1 Sekunden Stille nach dem Blitz = 300 Meter Abstand zum Gewitter
  • 2 Sekunden Stille nach dem Blitz = 600 Meter Abstand zum Gewitter 
  • 3 Sekunden Stille nach dem Blitz = 1 Kilometer Abstand zum Gewitter 
  • 6 Sekunden Stille nach dem Blitz = 2 KilometerAbstand zum Gewitter

Sonnenuntergänge / Unwetter in der Region - die besten Leserbilder

Staudhamer See bei Reitmehring © Privat
Winhöring © Richard Dresel
Götting bei Buckmühl © Privat
In Holzkirchen war sogar ein Regebogen zu sehen © Privat
Rosenheim © Privat
Wald an der Alz © Privat
Grünthal bei Unterreit (Landkreis Mühldorf) © Johanna Obermai er
Grünthal bei Unterreit (Landkreis Mühldorf © Johanna Obermaier
Oberneukirchen (Landkreis Mühldorf) © Gertraud Krämer
Trostberg (Landkreis Traunstein) am Samstagabend © Werner Rehbock
Wasserburg am Inn © Thomas Marcher
Neubeuern © privat
Rosenheim © F. Reinhart
Rosenheim-Happing am Samstagmittag. © privat
Götting bei Bruckmühl © Gab riela Birsan
Staudhamer See bei Reitmehring © privat
 © privat
 © Kurt von Kiesling
Holzkirchen am Samstagabend © privat
 © privat
 © privat
 © privat
 © privat
Die Bilder wurden gestern Abend in Reitmehring aufgenommen. © Erika Brandt
Die Bilder wurden gestern Abend in Reitmehring aufgenommen. © Erika Brandt
Sonnenuntergang in Ainring © privat
Sonnenuntergang am Soyener See © privat
Sonnenuntergang in der Nähe von Kienberg © privat
Abendhimmel in Reitmehring © privat
Tolles Farbenspiel nach dem Gewitter in Raubling © privat
In Gendorf/Burgkirchen © privat
Riedering © privat

Damit ist die Faustregel frisch im Gedächtnis und beim nächsten Donnergrollen kann direkt mitgezählt werden. So lässt sich das wechselhafte und manchmal ungestüme Wetter in den nächsten Tagen eventuell leichter ertragen. Sicher ist sicher: Bitte nur bei sicherer Unterkunft.

mda

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