Bischof von Ternopil in Frasdorf

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Der Bischof der Diözese Ternopil (Ukraine) Vasyl Semenyuk (zweiter von rechts) mit dem Vorsitzenden des „Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine“ Walter Nischbach, Dr. Wolfgang Kypke aus Traunstein und Pater Firmin, dem Projektbeauftragten für die eigenständige Versorgung des Seminars mit Lebensmitteln.

Frasdorf - Der Helferkreis für die Diözese Ternopil (Ukraine) will das  Priesterseminar in Ternopil weiter fördern. Jetzt besuchte der Bischof Vasyl Semenyuk den Helferkreis im Landkreis Rosenheim.

Der Vorsitzende des Helferkreises Walter Nischbach übergab dem Bischof, der zusammen mit zwei weiteren Priestern angereist war einen Rollstuhl, der in Ternopil notwendig gebraucht wird. Bischof Semenyuk besuchte auf einer Seelsorgereise mehrere ukrainische Gemeinden in Deutschland und die Studenten des ukrainischen Seminars in Eichstätt. Er wolle sich für die Hilfe des Vereins beim Aufbau des Priesterseminars und die ständige Unterstützung der Seminaristen bedanken, so der Bischof in seiner Dankrede im Geigerhof in Frasdorf-Leitenberg.


Bischof Semenyuk berichtete, über den Bau und die Ausstattung der Stallungen mit der die Diözese seit seinem Besuch im letzten Jahr alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rinderzucht geschaffen habe. Durch die Unterstützung des Freundeskreises und das notwendige Startkapital konnten die hochwertigen schwarzbunten Rinder beschafft werden.

Damit hat das Seminar in Ternopil ein weiteres wichtiges Standbein für die Finanzausstattung erhalten: mit dieser Großstallung voller Kühe bekomme das Seminar einerseits die täglich notwendigen Milchprodukte und könne darüber hinaus durch Handel und Verkauf noch wesentlich zum Budget des Seminars beitragen. Die vielen Spenden aus dem Raum Südostbayern hätten maßgeblich zum raschen Ausbau beigetragen. Bischof Semenyuk lud die Mitglieder des Helferkreises ein, sich an Ort und Stelle selbst ein Bild von der Verwendung der Spendengelder zu machen.


Die Diözese Ternopil habe mit dem neuen Stallgebäude, der Milchwirtschaft und dem Zuchtbetrieb gute Möglichkeiten das Priesterseminar zu unterstützen und damit ihre Arbeit erfolgreich fortzusetzen. Der Vorsitzende des „Helferkreises für die Diözese Ternopil – Ukraine“ Walter Nischbach berichtete über die Arbeit der Gemeinschaft im vergangenen Jahr. „Wir wollen jungen Menschen und ihren Familien in der Ukraine, sowie den Seminaristen und Jungpriestern in der Diözese Ternopil weiterhin unsere Hilfe zur Selbsthilfe anbieten“, so Walter Nischbach.

Diese Hilfe dürfe dort aber nicht als selbstverständliche Bringschuld angesehen werden, sondern als Entgegenkommen und freiwillige Spende der hiesigen Helfer. Die Mittel, die vom Helferkreis zur Verfügung gestellt würden, könnten stets nur eine Anschubfinanzierung für ausgesuchte Projekte – wie den Kauf der Kühe - sein, die laufenden Betriebskosten könne der Helferkreis nicht leisten.

Heinrich Rehberg

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