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B15neu: Landkreis Rosenheim bleibt außen vor

München/Rosenheim - Trotz der Kehrtwende: Die B15neu wird wohl nicht bis in den Landkreis Rosenheim führen. Auf was sich heimische Abgeordnete bei einem Treffen in der Staatskanzlei einigten.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat am Donnerstag unter anderem die Rosenheimer CSU-Abgeordneten von Land und Bund, Klaus Stöttner, Otto Lederer und Daniela Ludwig, sowie Landrat Wolfgang Berthaler und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zu einem Gespräch zur B15neu in die Bayerische Staatskanzlei geladen. In diesem Gespräch wurde der Rosenheimer Beschluss der CSU-Kreistagsfraktion gegen eine neue Trassierung noch einmal bekräftigt. „Die B15 neu wird es im Landkreis Rosenheim nicht geben“, erklärten Lederer und Stöttner nach dem Gespräch einvernehmlich. Anders sieht es für den Teilabschnitt zwischen Landshut und Haag aus.

Beim Gespräch in der Staatskanzlei einigte man sich auf folgende Grundlagen für eine erneute Behandlung im Ministerrat:

  • Völlig unbestritten ist der bereits bis Ergoldsbach fertiggestellte und im Bau befindliche Abschnitt bis zur A 92 bei Essenbach. Fertigstellung ist 2019 angestrebt.
  • Die Fortführung soll durch die Ost-Südumgehung von Landshut unter Anbindung der Umgehung an die B 299 und die B 15alt erfolgen (eine Fahrspur je Richtung zwischen B 299 und B 15alt).
  • Südlich der B 12 bei Haag soll die Fortführung auf der Bestandstrasse inklusive der Ortsumgehung Rosenheim bis zum Anschluss an die A 8 erfolgen. Die Raumordnungstrasse soll in diesem Abschnitt nicht mehr weiterverfolgt werden.
  • Die östlich verlaufende Meldetrasse in den Landkreisen Landshut und Mühldorf soll zurückgenommen werden. Auch die jüngst ins Gespräch gebrachte Trasse westlich der B15alt soll nicht weiterverfolgt werden.
  • Zur Sicherstellung einer leistungsfähigen Verkehrserschließung zwischen Landshut und der B 12/A 94 soll eine Anmeldung zweier alternativer Trassen zum Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP) für eine ergebnisoffene und gleichgewichtige Bewertung erfolgen: zum einen für den Ausbau der Bestandstrasse B 15alt mit Ortsumfahrungen und zum anderen für die ursprünglich raumgeordnete Trasse B 15neu als Korridoranmeldung.

Statements der Landtagsabgeordneten:

Klaus Stöttner: „Im Landkreis Rosenheim wird es bei dem Kabinettsbeschluss bleiben, dass die B15 neu nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Darüber bin ich sehr froh, da sich in der Vergangenheit doch alle politischen Ebenen im Raum Rosenheim für einen leistungsstarken und bestandsorientierten Ausbau der B15 ausgesprochen haben. Wir müssen aber weiter daran festhalten, dass nun die Westtangente Rosenheim in der Stadt Rosenheim so schnell wie nur möglich realisiert wird. Hier, so meine Forderung, muss der Bund entsprechende Mittel bereitstellen.“

Otto Lederer: „Anders, als im Bereich zwischen der A92 und der A94, wird die B15 neu im Landkreis Rosenheim als Variante nicht weiter verfolgt. Wir haben jedoch unsere Forderungen bekräftigt, dass die Westtangente Rosenheim schnellstmöglich, d.h. von Süden und von Norden her gleichzeitig, fertiggestellt werden muss. Darüber hinaus ist die Umfahrung von Lengdorf bei Rott zügig zu realisieren und auch der weitere Ausbau der Bestandsstrecke durch eine dritte Fahrspur und die Beseitigung von Unfallschwerpunkten voranzutreiben. Damit könnte eine leistungsfähige aber nicht zu überdimensionierte Nord-Süd-Verbindung im Raum Rosenheim in einem überschaubaren Zeitraum entstehen, welche die zu erwartenden Verkehrsströme bewältigen kann. Denn andere infrastrukturelle Projekte, wie der Brennerbasistunnel, werden sich zukünftig, zum Beispiel auf den Schwerlasttransport nach Italien, auswirken. Ziel muss es sein, den Schwerlastverkehr zunehmend auf die Schiene zu verlagern.“

Pressemitteilung MdL Stöttner und Lederer

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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