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Leserbriefe

Blockabfertigung bitte auch auf bayerischer Seite: „Tirol lacht sich kaputt über uns“

Fahrzeuge stehen beim Autobahndreieck Inntal wegen der Blockabfertigung für Lkw am Grenzübergang Kufstein im Stau.
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Fahrzeuge stehen beim Autobahndreieck Inntal wegen der Blockabfertigung für Lkw am Grenzübergang Kufstein im Stau.

Zum Bericht „Region Rosenheim vor Chaos-Wochen im Transitstreit“ (Lokalteil):

Obwohl die Verkehrssituation auf den Straßen Tirols alles andere als gut ist, macht einen die dortige Blockabfertigung mit jedem „erfolgreichen“ Tag wütender. Selbst als Unbeteiligter denkt man inzwischen an Retourkutschen und scharfe Sanktionen.

Unsere Politiker werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, wenn sie das weiter hinnehmen. Das Mindeste wäre die Einleitung von Verfahren vor der europäischen Gerichtsbarkeit.

Mehr Güter auf die Schiene, selbst ohne neuen Brenner-Zulauf. So die Aussage von Herrn Fischer. Gut so, aber wie soll das in spürbarem Ausmaß gelingen, wenn es bei uns nicht genug Umlade-Terminals gibt? Keine Ahnung, wie es diesbezüglich hinter dem Brenner ausschaut. Ohne solche Kapazitäten laufen aber selbst neueste Gleise zum Brenner ins Leere.

Die Lkw-Fahrer sollen fahren und nicht mehr beim Laden helfen, so Herr Fischer. Es ist aber doch so, dass jede Ladezeit die potenziellen (bezahlten) Fahrtzeiten reduziert. Wer will es Fahrern verdenken, wenn sie dort, wo das möglich ist, helfen, um diese Vorgänge zu verkürzen? Dadurch werden am Ende eine zusätzliche Frachtfahrt ermöglicht, ein wichtiger Termin noch gehalten oder auch nur ein vernünftiger Feierabend erreicht.

Diese Freiheit sollte man den Fahrern nicht nehmen. Die Tiroler bringen ohnehin jeden Lkw zum Stehen, ganz gleich, wie rationell der Transport vorher lief.

Norbert Vogel

Schechen

Zu Recht beschweren sich die Bürger im Inntal über die katastrophalen Auswirkungen der Blockabfertigungen an der Grenze zu Tirol. Das Problem kann aber nicht dadurch gelöst werden, dass durch Tirol unbeschränkt viele Lkw fahren. Auch zusätzliche Gleise, die vielleicht in 20 Jahren kommen, helfen nicht. Das wissen natürlich auch alle betroffenen Politiker. Jetzt muss etwas geschehen. Was geschehen muss, ist eigentlich klar: Bereits im Juli 2019 haben Vertreter von Bund, Freistaat Bayern, Österreich und Tirol einen Zehn-Punkte-Plan für den Brennerkorridor beschlossen. Leider ist davon bisher (nach fast drei Jahren) fast nichts umgesetzt.

Besonders wichtig ist, die in Punkt fünf geforderte „deutliche Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen und Umweg-Transit zu verhindern“. Es gibt heute genügend Platz für zusätzlichen Güterverkehr auf der Bestandsstrecke und kürzere Lkw-Strecken ohne Umwege durch die Schweiz. Man muss nur wollen und die nötigen Maßnahmen umsetzen. Offensichtlich ist auch hier, dass der Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke keine Rolle spielt. Wichtig ist Punkt sieben, in dem die Einführung des digitalen Zugsteuerungssystems ETCS auf der Bestandsstrecke „so rasch wie möglich“ gefordert wird. In Punkt acht wird ausdrücklich eine „Planungsbeschleunigung“ für den Brennerbasistunnel-Nordzulauf gefordert, nicht der Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Genau das wollen aber auch die Gemeinden und Bürgerinitiativen, die gegen den unnötigen, enorm teuren und umwelt- und klimaschädlichen Neubau sind und einen beschleunigten sinnvollen Ausbau der Bestandsstrecke mit Lärmschutz nach Neubaustandards fordern.

Roland Feindor

Rosenheim

Langsam kann man das Gejammere der Bürgermeister und Politiker nicht mehr hören und lesen. Es passiert nichts, und der Landeshauptmann von Tirol lacht sich kaputt über uns Deutsche. Es gibt hier – und ich sage es immer wieder – nur eine Lösung: Auch wir machen endlich eine Blockabfertigung. Wo ist das Problem? Wovor haben die Herrschaften Angst?

Milovan Kaeufl

Kolbermoor

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