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„Alle Kritikpunkte widerlegt“

Trassenverlauf von Brenner-Nordzulauf zwischen Ostermünchen und Grafing steht

Wieder sorgt der geplante Brenner-Nordzulauf für Diskussionen in der Region.
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Themenbild: Wieder sorgt der geplante Brenner-Nordzulauf für Diskussionen in der Region.

Rosenheim – Trotz des Ärgers um die Pläne der Deutschen Bahn (DB) für den Brenner-Nordzulauf in der Region Rosenheim will das Unternehmen an seinen Plänen festhalten. Am Freitag (25. November) wurde eine Untersuchung zu dem Projekt vorgestellt.

Update, 14.44 Uhr - Trassenverlauf von Brenner-Nordzulauf zwischen Ostermünchen und Grafing steht

Die Deutsche Bahn hält an ihrer umstrittenen Variante für den Brenner-Nordzulauf zwischen Grafing und Ostermünchen fest. Trotz erheblichen Ärgers rund um den geplanten Trassenverlauf ist keine Umplanung in Aussicht. Ein „Stresstest“ habe die Vorteile der bisherigen Auswahltrasse bestätigt, teilte die Bahn am Freitagvormittag (25. November) mit.

„Aus Sicht der Sachverständigen und Gutachter wurden alle Kritikpunkte widerlegt“, heißt es seitens des Unternehmens. Die Bahn betonte, die geplante Neubaustrecke entlaste Menschen von lautem Güterverkehr. Auf der bisherigen Bahnlinie würden künftig dann nur noch 28 von bisher 146 Güterzügen bleiben. Die favorisierte Strecke habe das „beste Kosten-Wirksamkeits-Verhältnis“.

Nunmehr sei das Trassenauswahlverfahren für den Abschnitt Grafing-Ostermünchen abgeschlossen, betonte das Unternehmen. „Das Ergebnis wird aus Sicht der DB sowohl im späteren Planfeststellungsverfahren als auch einer juristischen Überprüfung standhalten.“

Die Bürgerinitiative Brennernordzulauf Landkreis Ebersberg kritisierte, dass die Bahn an ihren Planungen festhält. Der sogenannte Stresstest sei nur eine „fadenscheinige Prüfung“ gewesen und das Ergebnis nicht überraschend, teilte die Initiative mit. Sie forderte eine unabhängige Prüfung, da bei der DB „bereits schon auf dem ersten Blick zahlreiche Unstimmigkeiten auffallen“.

In dieser Woche machten auch die Regierungsfraktionen im Landtag in München erneut klar, dass sie eine andere Trasse als die Bahn bevorzugen. Die DB solle die geplante Trasse für den Brenner-Nordzulauf neu priorisieren, forderte die CSU. Die Freie-Wähler-Fraktion betonte, es sei wichtig, dass solch ein Projekt von den Menschen vor Ort akzeptiert werde. Beide Parteien sprachen sich für die Variante aus, die sich stark an der bisherigen Bahnlinie orientiert.

Erstmeldung, 9.49 Uhr

Es ist ein Termin, den viele mit Spannung erwarten dürften: Am Freitagvormittag (25. November) gegen 10 Uhr wird die Deutsche Bahn eine Untersuchung zum Großprojekt Brenner-Nordzulauf im Detail vorstellen. Zuletzt waren die Pläne der Bahn in der Region auf erheblichen Widerstand gestoßen, nachdem im Sommer mehrere andere Varianten ausgeschlossen wurden.

Konkret geht es um den Trassenverlauf zwischen Ostermünchen im Gemeindegebiet Tuntenhausen und Grafing im Landkreis Ebersberg. Anwohner und Politiker hatten gegen die Festlegung der Deutschen Bahn protestiert. „Wir sind entsetzt darüber, mit welcher Arroganz und Ignoranz sich die Bahn über die gemeinsamen Vorschläge von Kreistag, Gemeinden, engagierten Bürgern und Landwirtschaft für einen bestandsnahen Ausbau hinwegsetzt“, sagte beispielsweise der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU) im Voraus des Termins am Freitag.

Bahn will an bisherigem Trassenverlauf festhalten

Nach der Kritik hatte die Bahn eine nochmalige „ergebnisoffene Überprüfung“ zugesichert. Bereits im Vorfeld der Präsentation der Ergebnisse teilte das Unternehmen am Donnerstagabend (24. November) mit, dass es bei der bisherigen Festlegung bleibe.

In dieser Woche machten die Regierungsfraktionen im Landtag erneut klar, dass sie eine andere Trasse als die Bahn bevorzugen. Die DB solle die geplante Trasse für den Brenner-Nordzulauf neu priorisieren, forderte die CSU. Die Freie-Wähler-Fraktion betonte, es sei wichtig, dass solch ein Projekt von den Menschen vor Ort akzeptiert werde.

Die 16 Kilometer lange Strecke soll später als Zubringer zum Brenner-Basistunnel dienen. Der Tunnel wird in Österreich und Italien gebaut.

+++ rosenheim24.de berichtet im Lauf des Tages in einem ausführlichen Artikel von der Präsentation der Ergebnisse +++

aic mit Material der dpa

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