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Brennerzulauf: Keine neue Bahntrasse

Rosenheim - Keine neue Bahntrasse für den Brennerzulauf! CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat dem jetzt eine klare Absage erteilt. Österreich hält am Tunnel fest.

Österreichs Infrastrukturministerin Doris Bures versicherte heute, dass man am Projekt Brennerbasistunnel festhalten werde. Als eine ÖBB-Aufsichtratssitzung jetzt kurzfristig abgesagt worden ist, sind Spekulationen laut geworden.

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Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat dem Bau einer neuen oberirdischen Bahntrasse zwischen Grafing und Kiefersfelden für den Brennerzulauf eine klare Absage erteilt. „Auch eine Umfahrung der Stadt Rosenheim, wie im Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2003 angeregt, kommt für mich nicht in Frage“, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. Ludwig verwies zur Begründung auf die unrealistisch hohen Kosten für eine neue Trasse, die Belastung für die Bewohner der Region und die Natur sowie auf die mangelnde Notwendigkeit neuer Gleise. „In der bestehenden Trasse steckt Potenzial für eine Kapazitätserweiterung, zum Beispiel in der Signaltechnik, aber auch beim Lärmschutz für die Gemeinden sowie beim Einsatz lärmärmerer Züge und Schienenbeläge.“

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte in einem Schreiben an Ludwig betont, dass die im Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2003 genannte Trasse zwar ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis habe. Der Bau zweier zusätzlicher Gleise zwischen München-Ost und der deutsch-österreichischen Grenze bei Kiefersfelden habe aber ein Investitionsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Diese Summe habe ein Ausmaß, das an die von Österreich und Italien abverlangten Mittel für den Bau des Brennerbasistunnels heranreiche. „Im Unterschied zum Brennerbasistunnel sind für den deutschen Brennerzulauf aber bisher allenfalls geringe Zuschüsse seitens der EU möglich“, erklärte Ramsauer.

Daniela Ludwig wies darauf hin, dass in den 2,6 Milliarden Euro keine Lärmschutzmaßnahmen enthalten seien. „Ich bin hier mit unserem Landrat Josef Neiderhell völlig einer Meinung: eine neue Trasse ist illusorisch, nicht finanzierbar und nicht in die Landschaft einzufügen.“ Verkehrsminister Peter Ramsauer hat jetzt den Koordinator für das europäische Schieneninfrastruktur-Programm, Pat Cox, gebeten, sich für mehr EU-Zuschüsse für Deutschland einzusetzen. Daniela Ludwig appellierte an die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium, eine Ertüchtigung der bestehenden Strecke durch das oberbayerische Inntal zügig anzugehen. „Wir wissen, wie lange bei uns Planungen dauern, und dass in Österreich die ersten Zulaufstrecken schon 2012 fertig sind. Die Deutsche Bahn muss umgehend dafür sorgen, dass der Lärmschutz und die Belastbarkeit der bestehenden Strecke ausgebaut werden.“

Pressemitteilung Büro Daniela Ludwig

Rubriklistenbild: © pa/Büro D. Ludwig

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