Brennerbasistunnel: "Zu teuer und nicht sinnvoll"

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Angelika Graf mit der parteiübergreifenden Delegation der deutsch-österreichischen Parlamentariergruppe in Österreich.

Rosenheim - Bundestagsabgeordnete Angelika Graf traf sich mit österreichischen Kollegen, um über die Zukunft des Brennerbasistunnels zu reden. Eine vorgelegte Studie kritisiert den Bau!

Die Zukunft des Brennerbasistunnels und des alpenquerenden Verkehrs thematisierte eine deutsche Parlamentarierdelegation mit der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten Angelika Graf (SPD) bei einem Besuch der Kollegen in Österreich.

Für Aufregung sorgte dabei eine neue Studie über Sinn und Zweck einiger Verkehrsvorhaben in Österreich. Der geplante Brennerbasistunnel wurde darin massiv als zu teuer und in der bisher geplanten Form auch als nicht sinnvoll kritisiert. „Stattdessen wird vorgeschlagen, dass lediglich ein einröhriger Tunnel für den Güterverkehr mit fahrerlosem Betrieb gebaut wird und auf den bisher vorgesehenen viergleisigen Streckenausbaus im Inntal bis Kufstein verzichtet wird“, berichtet Graf. „Ich halte das für einen äußerst prüfenswerten Vorschlag. Ich habe immer die Ansicht vertreten, dass der Brennerbasistunnel nur Sinn macht, wenn er sich auf den Güterverkehr konzentriert. Ansonsten würde es auch keine nennenswerte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene geben“, so Graf.

Ob die Ergebnisse der Studie in Österreich Folgen für die Brennerplanung haben werden, sei aber noch unklar. Dort stehe jetzt vor allem der Auftraggeber der kontroversen Studie, der VP-Verkehrsprecher und Nationalratsabgeordnete Ferry Maier im Feuer der Kritik, berichtet die SPD-Bundestagsabgeordnete.

Pressemitteilung SPD-Bundestagsbüro Angelika Graf

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