Bürgerhaus "Mangfalltreff" feierlich eröffnet

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Kolbermoor - Als ein „städtebauliches Schmuckstück“ bezeichnete Bürgermeister Peter Kloo das Bürgerhaus „Mangfalltreff“ im Rahmen der offiziellen Einweihungsfeier.

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens waren gekommen, um mit den Kolbermoorern die Fertigstellung dieser neuen Einrichtung zu feiern. Ein bunter „Tag der offenen Tür“ rundete das Programm ab.

Mit einem kurzen Rückblick in die Vergangenheit erinnerte der Bürgermeister an den langen Weg der Entscheidungsfindung, bis sich der Stadtrat zur Sanierung des Gebäudes an der Von-Bippen-Straße/Ecke Ludwigsstraße durchgerungen hatte.

Im November 2007 habe der Stadtrat heftig darüber diskutiert, ob die Sanierung der Werkssiedlung mit den Gebäuden 20, 20a und 21 fortgesetzt werden solle. "Doch trotz aller Bedenken konnte im Frühjahr 2009 mit der Sanierung begonnen werden und das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagte Kloo. Das Kostenvolumen für das Projekt belaufe sich auf 3,6 Millionen Euro, wobei zinsgünstige Darlehen und verschiedene Zuschüsse, die der Rathauschef detailliert aufzählte, zum Tragen gekommen seien.

Sechs moderne, behindertengerechte Wohneinheiten sind in dem 90 Jahre alten Gebäude nach neuestem energetischem Standard entstanden. Der Antrag der SPD-Fraktion auf seniorengerechte Nutzung der Räume im Ober- und Untergeschoss sei umgesetzt worden. Das Unter- und Erdgeschoss sowie die Außenanlagen stehen als "Mangfalltreff" allen Bürgern, Vereinen und Verbänden zur Verfügung.

Hierbei erwähnte Kloo den Wettbewerb, der zur Namensfindung der Einrichtung geführt hat. Der Sieger Dieter Rohne war ebenfalls zur Einweihungsfeier gekommen und freute sich über das gelungene Projekt.

Im "Mangfalltreff" sollen künftig für Jung und Alt Angebote in Sachen Bildung, Begegnung, Beratung und Freizeit geschaffen werden, wie Kloo herausstellte: "Es geht nicht nur um die Förderung des Miteinanders von Kulturen, sondern auch um den Aufbau sowie den Erhalt nachbarschaftlicher und sozialer Netzwerke." Zudem solle das Ehrenamt gefördert werden. Damit sei das Bürgerhaus ein wichtiger Mosaikstein im Programm Soziale Stadt, wodurch in Kolbermoor bereits seit 2000 viele Projekte auf den Weg gebracht worden seien.

Dies konnte auch Peter Selensky bestätigen. Er beglückwünschte die Stadt Kolbermoor als Vorstandsvorsitzender der Diakonie Rosenheim zum neuen Bürgerhaus, das unter der Trägerschaft der Diakonie steht. Wie viele der Gäste zeigte sich auch Selensky "total begeistert" vom "Mangfalltreff", der als Begegnungsstätte ein Vorzeigeobjekt geworden sei. Mit der Realisierung des Konzepts zeige sich, dass sich Quartiersarbeit lohne.

Wie viele "Netzverknüpfungen" nötig waren, um das Konzept des Bürgerhauses mit Leben zu erfüllen, veranschaulichte Kolbermoors Seniorenbeauftragte Andrea Rosner. Sie dankte in diesem Zusammenhang ihrer Stellvertreterin Barbara Voigt für ihr Engagement.

Auch der Bürgermeister sparte nicht mit Lob. Er hob unter anderem die Unterstützung von Gabriele Endter, Geschäftsführerin der Nachbarschaftshilfe, von Gerhard Reischl, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, sowie von Jugendlichen hervor. So hätten Vertreter der Schülerfirma der Pauline-Thoma-Mittelschule zusammen mit Mitgliedern des Jugendtreffs sogar einen Ferientag "geopfert", um das Catering für die Einweihungsfeier vorzubereiten.

Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Blasius Wagner von der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit und durch Pastorin Birgit Molnar von der evangelischen Pfarrei hatten die Gäste Gelegenheit, das Bürgerhaus von innen zu besichtigen. Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgte die "Sängerrunde Kolbermoor". Wie groß das Interesse der Kolbermoorer Bürger an dem neuen "Mangfalltreff" ist, zeigte sich auch am "Tag der offenen Türe", der sich am Nachmittag anschloss.

Daniela Lindl (Mangfall-Bote)

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