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Drei Parteien nominieren Fessler

OVB
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Die Vorsitzenden von vier politischen Gruppierungen möchten, dass Bernd Fessler (Mitte) in Großkarolinenfeld Bürgermeister bleibt: Leonhard Krichbaumer (CSU-Ortsverband Tattenhausen), Lilo Wallner (CSU-Ortsverband Großkarolinenfeld), Roman Hörfurter (PLW) und Franz Dußmann (SPD) unterstützen ihn (von links).

Großkarolinenfeld - Zufrieden mit der Arbeit des amtierenden Bürgermeisters scheinen die Großkarolinenfelder Parteien zu sein. Vier Ortsvereine haben Fessler erneut zum Kandidaten bestimmt.

Vier Ortsvereine haben Bernd Fessler in ihrer Aufstellungsversammlung erneut einstimmig zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 4. November bestimmt.

Einig sind sich in Großkarolinenfeld die Ortsverbände darüber, dass Bernd Fessler auch nach der Bürgermeisterwahl am 4. November die Geschicke der Gemeinde weiterlenken soll. So stellten ihn die CSU Großkaro mit Vorsitzender Lilo Wallner, die CSU Tattenhausen mit Vorsitzendem Leonhard Krichbaumer, die Parteilose Wählerschaft Großkaro (PLW) mit Vorsitzendem Roman Hörfurter und die SPD mit Vorsitzendem Franz Dußmann als Kandidaten auf. "Wir freuen uns, dass wir als größte Fraktion im Gemeinderat durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Fessler und den anderen Parteien in der Vergangenheit so manche Impulse für die Weiterentwicklung der Gemeinde geben konnten. Daran soll sich auch künftig nichts ändern", betonte Lilo Wallner. Der CSU-Ortsverband wolle zusammen mit Fessler noch viele gemeinsame Ideen wie etwa die Realisierung eines neuen Rathauses mit Ortskerngestaltung oder eines Pflegeheims umsetzen.

Nach Ansicht von PLW-Vorsitzendem Roman Hörfurter wurde die Lebensqualität in Großkarolinenfeld in Fesslers Amtszeit erhalten und kontinuierlich optimiert: "Die Zusammenarbeit mit Fessler war und ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen." Ein Vorteil sei die persönliche Sach- und Fachkenntnis, die Fessler als ehemaliger Bauamtsleiter vorweisen könne. Der amtierende Bürgermeister habe bewiesen, dass er grundsätzlich zum Wohle der Gemeinde handle. "Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, zu hinterfragen und dem Zeitgeist anzupassen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Kontinuität erhalten bleibt, und deshalb unterstützt die PLW Fessler bei der anstehenden Wahl", erklärte Hörfurter.

Ebenso einhellig sprach sich die SPD für Fessler als Bürgermeisterkandidat aus. Laut Ortsvereinsvorsitzendem Franz Dußmann biete Fessler "die Gewähr dafür, dass die sozialen Belange in der Gemeinde weiterhin Gewicht haben". Dies sei beispielsweise durch den Bau der Kinderkrippe, die Sanierung des Jugendtreffs und die Stärkung des Schulstandortes deutlich geworden. "Insgesamt nahm die Gemeinde bisher unter Bürgermeister Fessler eine sehr gute Entwicklung", zog Dußmann Bilanz. Unter Einbeziehung der Bürger wurde nach Meinung der SPDler mit Augenmaß und Sachverstand an Probleme herangegangen und diese einer Lösung zugeführt.

Fessler freute sich über die Unterstützung der Parteien und blickte in seinem Referat auf seine bisherige Amtszeit zurück. "Trotz erheblicher Investitionen weist die Gemeinde heute den gleichen Schuldenstand wie 2001 auf", sagte Fessler stolz. Und das, obwohl die Liste aller realisierten Projekte lang sei. Vom Gewerbering Nord und der Grundschulsanierung über die Sanierung der Max-Josef-Straße und der Energetischen Sanierung der Hauptschule bis hin zum Bauhof- sowie Kinderkrippen-Neubau seien die unterschiedlichsten Projekte verwirklicht worden.

Von 2001 bis 2012 habe man somit fast 25 Millionen Euro investiert. Hinzu kämen die Grundstückszukäufe in Verbindung mit Infrastrukturmaßnahmen. In seiner Vorausschau auf die künftigen Jahre stellte Fessler unter anderem die Notwendigkeit einer Pflegeeinrichtung mit Einbindung der Nachbarschaftshilfe, den Ausbau der Bahnhofstraße mit Umfeld, die weitere Entwicklung des Gewerbegebietes und die Standortentscheidung für ein neues Rathaus in Verbindung mit der Neugestaltung des Ortszentrums heraus. Zudem liegt Fessler die Unterstützung der Vereine am Herzen. "Dass ich parteifrei bin, heißt nicht, dass ich mit Parteien nichts zu tun haben möchte", bekräftigte der Bürgermeister. Vielmehr sei die Basisarbeit der Parteien dringend erforderlich, wenn es darum gehe, den Kontakt zur höheren politischen Ebene herzustellen. Dass ein Bürgermeister gleich von drei Parteien als Kandidat aufgestellt werde, ist nach Fesslers Worten "wohl einzigartig im Landkreis". Er könne sich damit gut identifizieren, weil diese Situation in der Praxis bei Verhandlungen mit den Bürgern vorteilhaft sei. Im Gemeinderat seien in den vergangenen Jahren fraktionsübergreifend, losgelöst von möglichen persönlichen Differenzen, viele Themen diskutiert worden. Auch künftig sei ihm ein "offener, toleranter und respektvoller Umgang im Rat und in der Verwaltung" wichtig: "Nutzen wir unsere Kapazitäten losgelöst von parteilichen Zugehörigkeiten. Nutzen wir aber parteiliche Zugehörigkeiten dort, wo sie uns als Gemeinde vorwärts bringen", so Fessler.

Daniela Lindl (Oberbayerisches Volksblatt)

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