Bisher gab es keine Beschwerden am Bürgertelefon - "Lärm bewegt sich innerhalb der zulässigen Grenzen"

Bundeswehr hat den Schießbetrieb reduziert

Brannenburg - Für die Anwohner der Bundeswehr-Schießanlage in Brannenburg gibt es gute Nachrichten: Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin hat die Zahl der Schießübungen reduziert.

Außerdem untersuche die Bundeswehr durch Verlagerung von Schießübungen nach Bad Reichenhall, ob der Standort Brannenburg komplett vorzeitig geschlossen werden könne.


Nach einem Ortstermin mit der Bundestagsabgeordneten Daniela Raab und dem Staatssekretär Mitte Juli in Brannenburg (wir berichteten) hatte die Bundeswehr die Nutzung der Standortschießanlage sofort auf die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 beschränkt.

Durch diese Maßnahme hatte sich die Anzahl der Schießtage reduziert. Im vierten Quartal 2010 waren laut Verteidigungsministerium nur mehr elf Schießtage geplant. Die Anzahl der Nachtschießen wurde auf ein Schießen pro Monat, das Schießen von Reservisten auf einen Samstag pro Monat begrenzt.


Auswertungen der letzten Schießtage hätten außerdem gezeigt, dass die zulässige Höchstzahl von 5000 Schüssen an den einzelnen Tagen nicht erreicht worden sei, so Schmidt. Auch der Schießlärm bewege sich innerhalb der zulässigen Grenzen. Das eingerichtete und rund um die Uhr erreichbare Bürgertelefon habe die Bevölkerung bisher noch nicht in Anspruch genommen, teilte der Staatssekretär mit.

"Wenn alles klappt, könnte der Lärm bald der Vergangenheit angehören", glaubt auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf in ihrer Mitteilung. Sie sei zufrieden, weil das Bundesverteidigungsministerium auf die Kritik reagiert habe. "Wir sind auf einem guten Weg", erklärte die Abgeordnete.

ske/Oberbayerisches Volksblatt

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