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Corona-Lage spitzt sich zu

Kreis Rosenheim nur noch knapp unter Inzidenz-Grenze: Weitere positive Tests nach Corona-Ausbruch in Firma

Die Corona-Fallzahlen steigen wieder in der Region Rosenheim. Wird sich der Anstieg bald auch wieder auf die Kliniken auswirken?
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Die Corona-Fallzahlen steigen wieder in der Region Rosenheim. Wird sich der Anstieg bald auch wieder auf die Kliniken auswirken?

Drohen der Region Rosenheim die nächsten Einschnitte? Die Corona-Fallzahlen bewegen sich auf einem hohen Niveau. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiter knapp unter der Marke 100. Neue Corona-Fälle bringen die Reihentestungen bei der betroffenen Firma im westlichen Landkreis ans Licht. Hier steigen die Fallzahlen weiter.

Update 4. März, 16.30 Uhr

Weitere Corona-Fälle nach Reihentestung bei Fritzmeier Composite

Die 7-Tage-Inzidenz in der Region Rosenheim verharrt weiter auf einem hohen Niveau - und das knapp unter der kritischen Marke 100: Der Landkreis liegt aktuell bei 93, die Stadt Rosenheim bei 83 (Stand 4. März, 0 Uhr). Landkreisweit waren gegenüber dem Vortag 44 neue Fälle hinzugekommen; in der kreisfreien Stadt 13.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle binnen einer Woche je 100 000 Einwohner) liegt damit ein gutes Stück entfernt von den Marken 50 geschweige denn 35, worunter nach Beschluss des Bund-Länder-Gipfels weitere Lockerungen möglich wären. Wird der Schwellenwert 100 gerissen, heißt es für die Schulen – mit Ausnahme der Abschlussklassen – zurück in den Distanzunterricht. Die Kinderbetreuungseinrichtungen müssen bei Überschreiten der Inzidenz von 100 ebenfalls schließen, einzig die Notbetreuung wird aufrecht erhalten.

Lesen Sie auch: „Regulierungswahnsinn“: Rosenheims OB März in Rage wegen neuer Corona-Beschlüsse im Bund

Nach wie vor in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Rosenheim steht die Firma Fritzmeier Composite in Bruckmühl-Hinrichssegen, die von einem massiven Corona-Ausbruch betroffen war. Hier werden aktuell Reihentestungen durchgeführt. Bis zuletzt waren 68 der insgesamt rund 500 Mitarbeiter positiv getestet worden (Stand 4. März). Bis in die kommende Woche hinein stünden weitere Testungen an, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsamtes auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Neue Fälle an Schulen und in Kitas

Erneut ist eine ganze Reihe Schulen und Kitas in der Region Rosenheim von Corona-Fällen betroffen. Je einen positiven Test meldet das Gesundheitsamt für folgende Einrichtungen: Privatschule Kalscheuer Rosenheim, Realschule Prien, Pfarrkindergarten Arche Noah Bruckmühl, „Haus für Kinder Löwenzahn“ Bruckmühl, Montessori-Kinderhaus Inntal Brannenburg, Kindergarten Arche Noah Rosenheim und St.-Georg-Mittelschule Bad Aibling. Für die Kontaktpersonen ist jeweils Quarantäne angeordnet.

Update 2. März, 16.55 Uhr: Inzidenz im Landkreis knapp und der kritischen Marke von 100

Rosenheim – Die Corona-Fallzahlen in der Region verharren auf einem hohen Niveau. Die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises liegt aktuell bei rund 95 (Stand 2. März, 0 Uhr; +1 gegenüber Montag) und damit weiter knapp unter der kritischen Marke 100, die neue Beschränkungen wie Schul- und Kita-Schließungen und eine nächtliche Ausgangssperre zur Folge hätte.

Gegenüber Wochenbeginn sind im Landkreis nur vier neue Fälle hinzugekommen – wobei die Entspannung nur von kurzer Dauer sein dürfte. Denn ein Großteil der Ergebnisse der Reihentestung, zu der die Mitarbeiter des von einem Corona-Ausbruch betroffenen Unternehmens aufgerufen sind, steht noch aus.

In dem Unternehmen, das nach Informationen unserer Zeitung im westlichen Landkreis (Marktgemeinde Bruckmühl) angesiedelt ist, waren zahlreiche Fälle der britischen Virus-Variante aufgetreten. Der Ausbruch hatte sich offenbar bereits vergangene Woche ereignet.

Inzwischen ist die Anzahl der positiven Tests auf 55 angestiegen, wie ein Sprecher des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilte. Bislang nicht oder negativ getestetes Personal soll laut Gesundheitsamt im Laufe dieser und nächster Woche getestet beziehungsweise erneut getestet werden. 

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Rosenheim– Drohen der Region bald wieder die nächsten Einschnitte? Die Corona-Fallzahlen steigen seit Tagen deutlich an, insbesondere im Landkreis Rosenheim. Das Umland liegt aktuell bei einer 7-Tage-Inzidenz von 93 (Stand 1. März, 0 Uhr) – und liegt damit nur knapp unter der kritischen Marke 100, die erneute Einschränkungen wie eine nächtliche Ausgangssperre und die Schließung von Schulen und Kitas nach sie ziehen würde.

Deshalb steigen die Fallzahlen

Weshalb die Zahlen geradezu explodieren? Laut Gesundheitsamt aufgrund der britischen Coronavirus-Variante – und weil ein Unternehmen im Landkreis mit etwa 50 Fällen betroffen ist.

Virus-Mutationen auf dem Vormarsch

„Die wieder ansteigenden positiven Fälle lassen sich im Wesentlichen durch das hohe Auftreten der britischen Variante des Coronavirus erklären“, sagt Sprecher Michael Fischer auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. In dem Unternehmen, das der Sprecher nicht näher benennen wollte, habe man in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt etliche Maßnahmen ergriffen.

Dazu gehören laut dem Behördensprecher: die Schließung eines Teils des Betriebs, das Tragen von FFP2-Masken, organisatorische Maßnahmen bei der Gestaltung des Arbeits- und Pausenbetriebs, Reihentestungen der gesamten Belegschaft und häusliche Quarantäne positiv Getesteter sowie enger Kontaktpersonen am Arbeitsplatz.

Bei den Testungen neu festgestellte positive Befunde würden sofort an das Gesundheitsamt gemeldet. Zudem stünden Betriebsleitung und Gesundheitsamt in engem Austausch.

Region vor dritter Welle

Die Besorgnis angesichts der Entwicklung der Fallzahlen ist im Gesundheitsamt groß. Behördenleiter Dr. Wolfgang Hierl erklärt: ‚Der deutliche Anstieg der Fallzahlen und der 7-Tage-Inzidenz ist zum großen Teil durch die hohe Zahl an Neumeldungen der britischen Variante zu erklären.

Unsere Sorge ist, dass wir uns aufgrund der hohen Dynamik des Infektionsgeschehens bei den besorgniserregenden Varianten bereits am Beginn einer dritten Welle befinden.“

Schon 256 britische Varianten

Bis Sonntag 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 256 Nachweise einer besorgniserregenden Variante gemeldet. Bis auf einen Fall (südafrikanische Variante) handelt es sich laut der Behörde ausschließlich um die britische Variante.

Hierl betont: „Das Gesundheitsamt unternimmt alle gebotenen Anstrengungen, um das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen, wir stemmen uns mit aller Macht gegen diese Welle.“

Die Stadt Rosenheim ist indes im grünen Bereich: mit einer 7-Tage-Inzidenz von 57 – und wäre damit nicht von Beschränkungsmaßnahmen betroffen.

Das sind die Konsequenzen

Übersteigt eine Region die kritische Inzidenzmarke 100, muss zwangsläufig nachgeschärft werden. So verlangt es die Bayerische Staatsregierung – und die Kreisbehörden müssen dem folgen. Das wäre dann auch für den Landkreis der Fall, sollte die Schwelle in den nächsten Tagen gerissen werden.

Ausgangssperre und Distanzunterricht

Konkret bedeutet das dann: Es gilt wieder eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Für die Schulen geht es zurück in den Distanzunterricht. Auch Kindergärten und Kinderkrippen werden wieder geschlossen, mit Ausnahme von Notbetreuung. Seitens der Staatsregierung heißt es dazu: „Für Schulen und Kitas in Regionen, in denen die Inzidenzschwelle von 100 erneut überschritten wird, hat die Schließung binnen 24 Stunden zu erfolgen (Karenztag). Ab dem auf den Karenztag folgenden Tag findet dann nur noch Distanzunterricht statt und sind die Kitas geschlossen.“

Landratsamtssprecher Michael Fischer kann das nur bestätigen: „Ja, diese Vorgaben werden auch für uns gelten, sollte die 100 überschritten werden.“

Corona-Fälle an Schulen und Kitas in der Region

Folgende Schulen und Kitas sind aktuell (Stand 1. März) von Corona-Fällen betroffen:

Montessorischule Rohrdorf (1 Fall);

Holstainer-Grundschule Bruckmühl (1).

„Villa Familia Haus für Kinder“ Bad Aibling (gesamt 16 Fälle seit 22. Februar; Einrichtung bis 5. März geschlossen);

Luitpold-Grundschule Bad Aibling (2);

Kindergarten Klostermäuse Tuntenhausen (4);

Kindergarten St. Michael Brannenburg (1);

Focus Familiennetzwerk Riedering (1).

Die jeweiligen Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne.

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