Raab unterstützt Projekt "Jumasch"

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Daniela Raab (Mitte) im Johannesheim mit den Jugendlichen beim Hundetraining und beim Interview

Rosenheim - Bei ihrem Besuch im Johannesheim Holzolling zeigt sich CSU-Bundesabgeordnete Daniela Raab begeistert vom Einsatz der Jugendlichen. Ihre eigene Zeitung wollen sie heraus bringen.

Cristian hat sich für diesen Anlass in Schale geworfen. Im schicken Anzug und mit seinem Aufnahmegerät in der Hand macht sich der Jugendliche aus dem Johannesheim Holzolling bei Feldkirchen-Westerham an seine Arbeit als Reporter.

Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Raab besucht das Heim, um sich über das Projekt „Jumasch“ zu informieren. Cristians Aufgabe: er soll die Abgeordnete interviewen und über das Training der Jugendlichen mit Hund TomTom berichten.

Sein Artikel wird Bestandteil einer eigenen Zeitung, die im Frühjahr erscheinen soll. Die Zeitung ist das Ziel von „Jumasch“ – eine Abkürzung für „Jugendliche machen Schlagzeilen.“

Das Johannesheim ist eine Jugendhilfeeinrichtung. 37 Jugendliche leben hier und gehen hier zur Schule. Sie stammen aus problembelasteten Umfeldern, leiden auch meist unter diversen psychischen Einschränkungen und wurden im Verhalten auffällig.

Die Rosenheimer Regionalgruppe vom Verein „Tiere helfen Menschen“ ist im Heim aktiv geworden – mit einer „Neigungsgruppe Hund“ und dem Projekt „Jumasch“.

Regionalgruppenleiterin Angelika Putsch kommt einmal in der Woche mit Hund „TomTom“. Die Jugendlichen lernen, mit dem Hund zu trainieren. Sie bringen ihm Tricks bei – vom Pfötchen geben bis hin zum Ballspielen. Zusätzlich hat Angelika Putsch das Projekt „Jugendliche machen Schlagzeilen“ ins Leben gerufen.

Cristian, Marcel und Karim begleiten die Gruppe zu allerlei Anlässen: zum Backen von Hundekeksen ins Altersheim, oder eben zum Hundetraining ins Heim. In der Zeitung werden sie über diese Arbeit berichten. „Die Jugendlichen lernen nicht nur den Umgang mit Tieren“, so Angelika Putsch. „Sie lernen vor allem, wie sich ihr Verhalten auf andere auswirkt.“

Daniela Raab ist von dieser ehrenamtlichen Arbeit begeistert. „Wir dürfen Jugendliche, die in Heimen leben und allerlei Probleme haben, nicht einfach aufgeben. Wenn ich erlebe, wie engagiert diese Jugendlichen mit dem Hund trainieren, wie aktiv sie selbst an ihrer Zeitung arbeiten, dann zeigt mir das vor allem eines: unsere Gesellschaft kann selbst viel tun, um zu helfen.“

Für Erziehungsleiterin Patricia Lindner sind „Jumasch“ und das wöchentliche Hundetraining eine wertvolle Ergänzung des Angebots im Heim.„Im Umgang mit schwierigen Jugendlichen wird schnell der Ruf nach immer mehr Therapien laut. Dabei verweigern sich viele einer langwierigen Therapie oder sind dazu gar nicht in der Lage. Wir im Heim brauchen vielmehr Menschen, die uns mit eigenen Ideen und neuen Projekten in der Form helfen, dass sie mit den Jugendlichen Zeit verbringen, ihnen Vorbild sind und mit ihnen in verschiedenster Form etwas gestalten, wobei sich die Jugendlichen positiv erleben.“

„Jumasch“ und die Neigungsgruppe Hund haben schon erste Erfolge gebracht. Ein Jugendlicher weigerte sich noch vor einem halben Jahr, sein Zimmer zu verlassen und saß nur vor dem Computer. „Inzwischen macht er engagiert im Training mit, geht freiwillig spazieren und sucht den Kontakt mit anderen“, erzählt Mitarbeiterin Rebecca Neubert.

Reporter Cristian hat sich vorher auf der Homepage von Daniela Raab über die Arbeit der Bundestagsabgeordneten informiert und interviewt sie ausführlich über ihre Tätigkeit.

„Mir macht es viel Spaß, mit Menschen zu arbeiten, Fragen zu stellen und Kontakt zu anderen zu haben. Und die Interviews tippe ich alle selbst in den Computer.“ Später will er einmal Autoverkäufer werden.

Daniela Raab will das Projekt „Jumasch“ weiter unterstützen. „Damit haben die Jugendlichen die einzigartige Möglichkeit, aus sich herauszugehen, Kontakte zu knüpfen und ihr eigenes Verhalten zu überdenken. So etwas ist ein wertvolles Engagement, das gefördert werden muss.“

Weitere Informationen zu „Jumasch“ gibt es auf der Homepage www.tierische-besucher.de.

Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Daniela Raab

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