Dank für Engagement

Spannung bei dem Tennis-Match
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Spannung war heuer wieder bei vielen sportlichen Wettkämpfen wie etwa bei den Tennis-Vereinsmeisterschaften in Großkarolinenfeld garantiert.

Großkarolinenfeld - „Mit Philipp Meisinger kann der relativ kleine Ort Großkarolinenfeld jetzt einen Judo-Kampfrichter vorweisen, und das ist etwas ganz Besonderes“, sagte Elfriede Strasser.

Die Sportbeauftragte der Gemeinde präsentierte in der jüngsten Großkarolinenfelder Gemeinderatssitzung ihren Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr. Dabei stellte sie vor allem das Engagement vieler Ehrenamtlicher heraus. Denn ohne deren Einsatz wären solche Erfolge nicht möglich.

Auch im vergangenen Jahr hat Elfriede Strasser, die als PLW-Gemeinderätin das Amt der Sportbeauftragten übernommen hat, wieder an zahlreichen Jahreshaupt- und Spartenversammlungen, Trainingseinheiten, Vereinsmeisterschaften, Turnieren und Veranstaltungen aller Art teilgenommen und die Sportler unterstützt. „Unsere Sportvereine verfügen allesamt über eine hervorragende Vereinsführung und die einzelnen Sparten über ausgezeichnete Trainer, Übungsleiter sowie Betreuer“, erklärte Strasser.

Die Sportbeauftragte stellte gerade diesen ehrenamtlichen Einsatz in den Mittelpunkt ihres Tätigkeitsberichtes. Moderne, zeitgemäße Geräte seien zwar für ein breites Trainingsangebot nötig. Doch die beste Ausstattung sei zwecklos ohne das Engagement von Ehrenamtlichen: "Nur durch abwechslungsreiche Trainingsprogramme können in der heutigen Zeit noch junge Menschen motiviert und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden."

Laut Strasser würden Kinder und Jugendliche, die sich einem Verein anschließen und dort sportlich ihre Kräfte messen sowie Energien loswerden können, mit gesicherten Beinen auf dem Boden stehen und Verantwortung übernehmen.

Um zu zeigen, welche Erfolge durch die gute Vereinsführung und Arbeit in den einzelnen Sparten erzielt werden konnten, griff die Sportbeauftragte einige Beispiele heraus. So sei es erfreulich, dass der SV Tattenhausen nach wie vor drei Fußball-Seniorenmannschaften im Spielbetrieb angemeldet habe. Und beim TuS Großkarolinenfeld stehe die erste Mannschaft in der Kreisliga im gesicherten oberen Drittel der Tabelle.

Mit Stolz in der Stimme berichtete Strasser von den Erfolgen der Sparte Judo des TuS Großkaro. Erster Judo-Abteilungsleiter Stephan Goldammer legte vor einigen Monaten seinen letzten Teil der Schwarzgurtprüfung zum Dritten DAN mit Erfolg ab. Aufgrund Goldammers hervorragender Leistungen werden diese nun als Orientierungspunkte für zukünftige Prüfungen zum Dritten DAN gelten.

Zweiter Judo-Abteilungsleiter und Erster DAN-Besitzer Simon Pfaab bestand heuer die Kyu-Prüfungsausbildung mit voller Punktzahl. Philipp Meisinger (Erster Kyu) wird künftig Großkarolinenfeld über die regionalen Grenzen hinaus bekannt machen. Meisinger sicherte sich dieses Jahr seine Kampfrichter-E-Lizenz, wodurch Großkaro jetzt seinen ersten Kampfrichter besitzt.

Vor diesem erfolgreichen Hintergrund bat Strasser ihre Gemeinderatskollegen darum, einen Zuschuss für benötigte Judo-Matten in den nächsten Haushalt einzustellen.

Mit viel Glück und durch die Disqualifizierung einer gegnerischen Mannschaft konnte sich Tattenhausen im Schießsport den Gauoberliga-Erhalt sichern, wie die Rednerin erzählte. "Gleichgültig ob Sieg oder Niederlage - nach allen sportlichen Aktivitäten steht die Geselligkeit an oberster Stelle", meinte Strasser und bedankte sich bei allen Trainern, Übungsleitern, Betreuern und Vorständen, "ohne deren ehrenamtliche Einsätze dieses Miteinander und die sportlichen Erfolge nicht möglich wären".

Diesen Worten wollte sich Bürgermeister Bernd Fessler anschließen und die Gelegenheit nützen, das "große Anspruchdenken vieler Menschen" zu kritisieren: "Die Leute registrieren oft gar nicht, wie viel Freizeit Ehrenamtliche für das Wohl der Gemeinschaft investieren."

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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