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75 Jahre Spinner

Spinner feiert Firmenjubiläum „digital“

SPINNER GmbH: Der größte Standort der SPINNER GmbH -das Werk in Westerham
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Der größte Standort der SPINNER GmbH -das Werk in Westerham

Wenn das kein Grund zu feiern ist: Das Hochfrequenztechnik-Unternehmen SPINNER wird 75 Jahre alt. Produkte der SPINNER GmbH kommen insbesondere in den Bereichen Mobilfunk, Rundfunk, Radarund Satellitensysteme sowie Hochfrequenz-Anwendungen in der Industrie, der Medizintechnik und der Grundlagenforschung zum Einsatz.

Der größte Standort des Unternehmens mit 530 Mitarbeitern liegt in Westerham. Am Hauptsitz in München und Produktionsstätten in Deutschland, Ungarn und China beschäftigt die SPINNER-Gruppe mehr als 950 Mitarbeiter weltweit. Seit 1946 schreiben Innovationen die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, und viele der gegenwärtigen Standardprodukte gehen auf Erfi ndungen von SPINNER zurück.

75 Jahre SPINNER!

Wie mit der Reparatur von Radios alles begann ...

Was macht ein Tüftler und Techniker, wenn er sich ein Ingenieurstudium samt Studiengebühren verdienen muss? Er gründet eine Firma. Das tat Georg Spinner 1946 aus der Not heraus. „Mein Großvater reparierte kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der Dachauer Straße in München Radios. Viele seiner Werkzeuge hat er noch selbst hergestellt“, erzählt Enkelin Katharina König, die heute das Unternehmen leitet. Georg Spinner betrieb zunächst ein technisches Büro,

Stephanie Spinner-König leitete von 1990 bis 2018 das Unternehmen.

1948 baute er bereits Oszillografen und Hochfrequenz-Messgeräte. Damit und mit koaxialen – zweipoligen – Steckverbindungen legte er den Grundstein für ein florierendes Unternehmen. Seither hat sich viel getan, das Unternehmen entwickelte sich von der „Ein-Mann-Garagenfirma“ zum international tätigen Mittelstandsunternehmen und rund 1000 Mitarbeitern weltweit mit Niederlassungen und Vertretungen in über 40 Ländern.

Dr. Ing. Georg Spinner gründete 1946 die Firma SPINNER

Besonders unter der Führung von Stephanie Spinner-König, der Tochter des Firmengründers, expandierte das Unternehmen kräftig. Dabei ist das Unternehmen stets organisch und nachhaltig gewachsen. Neben dem Umsatz standen und stehen vor allem die Profitabilität, Innovationskraft und Produktivität zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens stets im Fokus.

Erfolg durch Serienprodukte und individuelle Lösungen

Mit dem im Unternehmen vorhandenen Wissen schafft es SPINNER immer wieder, neue und innovative Lösungen zu entwickeln. So ist der Erfolg mit dem Portfolio an rotierenden Lösungen ein Beleg dafür, dass der global agierende Mittelständler in der Lage ist, vorhandenes Knowhow und Qualitätsstandards auf völlig neue Märkte zu übertragen. So gibt es im Bereich der Datenübertragung immer mehr Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in Windkraftanlagen, wo Rotorstellung und Winddruck an die zentrale Steuereinheit geleitet werden. Auch die Industrie 4.0 und die hierfür erforderliche Vernetzung eröffnen vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten.

Ausgezeichneter Firmengründer: DR. Ing. Georg Spinner.

Ausgezeichneter Firmengründer

Dr. Ing. Georg Spinner erhielt als herausragender Erfinder die Rudolf-Diesel-Medaille in Gold – die höchste Auszeichnung, die ein deutscher Ingenieur erhalten kann. Er war außerdem Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, der Bayerischen Staatsmedaille, welches für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen wird.

Die Geschäftsführung

Geschäftsführung Torsten Smyk und Katharina König.

Katharina König leitet heute das Unternehmen als Geschäftsführerin. Sie studierte Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Strategisches Management und Marketing. 2004 stieg sie im Bereich Marketing und Unternehmensentwicklung in das Unternehmen ein. Seit 2010 ist sie in der Geschäftsführung tätig – bis 2018 zusammen mit ihrer Mutter Stephanie Spinner-König, die dann den Posten der Aufsichtsratsvorsitzenden übernimmt. Torsten Smyk leitet bereits seit 2002 erfolgreich den Standort in China. 2018 wechselt er in die Geschäftsführung der SPINNER GmbH.

„Da dieses Jahr leider keine Feier möglich ist, wollen wir das Jubiläum gemeinsam ‚digital’ feiern: Hierfür haben wir extra eine Website mit vielen Informationen und Hintergründen zu 75 bewegten Jahren erstellt. Außerdem werden wir im Laufe des Jahres eine Reihe von Kurzvideos veröffentlichen – nach Jahrzehnten gegliedert, die wichtige Erfindungen und Entwicklungen der Firma in einen historischen Kontext stellen.“

 Katharina König und Torsten Smyk

Produkte

SPINNER-Produkte kommen in ganz unterschiedlichen Anwendungen und Märkten zum Einsatz: von kleinen Hochpräzisions-Adaptern in der Messtechnik, über Steckverbinder im Mobilfunk, Drehkupplungen für die Luft- und Raumfahrt bis hin zu komplexen Systemen für Rundfunk-Sendeanlagen.

Von der Tiefsee bis in den Weltraum: Zwei „extreme“ Anwendungsbeispiele für SPINNER-Produkte

Von der Tiefe bis in den Weltraum

Anwendungen von SPINNER kommen in den entlegensten Gebieten zum Einsatz. Drehkupplungen des Hochfrequenztechnik-Herstellers fl iegen sogar durch das Weltall. An Bord der chinesischen Marsmission Tianwen-1 befi nden sich aktuell sogenannte 1- und 2-Kanal X-Band Space-Drehkupplungen von SPINNER. Die Sonde wurde am 23. Juli 2020 gestartet und erreichte heuer am 10. Februar als erste chinesische Marssonde ihre Umlaufbahn um den Planeten.

Die Drehübertrager leisten im Weltraum einen entscheidenden Beitrag für den technologischen Fortschritt und für eine präzise Kommunikation, denn ohne dauerhaft aufrechterhaltene Kommunikationsverbindungen zu Bodenstationen wären Satelliten im Weltraum nahezu wertlos.

Die Antennen von Satelliten müssen permanent auf Bodenstationen ausgerichtet sein, wofür Drehkupplungen unverzichtbar sind. Dabei ist der Weltraum eine der härtesten Umgebungen für die Produkte, denn hier werden allerhöchste Anforderungen an die Zuverlässigkeit, Präzision und Qualität der Drehkupplungen gestellt: Sie müssen extremen Temperaturschwankungen von -100° bis +120°C standhalten und dabei absolut zuverlässig funktionieren.

SPINNER Drehkupplungen fliegen zum Mars.

So müssen zum Beispiel die in den Lagern verwendeten Schmierstoffe den Belastungen gewachsen und für die Verwendung im Weltraum zugelassen sein. Selbst unter den extremen Weltraum-Bedingungen muss eine Drehkupplung über die gesamte Lebensdauer des Satelliten eine zuverlässige Signalübertragung gewährleisten.

Zusätzlich spielt ein möglichst geringes Gewicht eine wichtige Rolle, weshalb die SPINNER-Entwickler spezielle Werkstoffe verwenden, die geringstes Gewicht mit maximaler Haltbarkeit vereinen.

In den Tiefen der Ozeane

Auch an den tiefsten Punkten der Erde ist SPINNER mit seinen Anwendungen vertreten. Der Hersteller liefert kundenspezifische Lösungen für Offshore- und Tiefsee-Anwendungen, etwa für ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge, Offshore-Krane, Seilwinden, Kamerasysteme und Bohrsysteme. Für den Bereich „Offshore“ – also abseits der Küsten – benötigt man optische Drehübertrager mit sehr guten Werten. SPINNER ist auch einer der weltweit führenden Hersteller von Hochleistungs-Drehkupplungen.

Ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge (ROVs).

Insbesondere faseroptische Drehübertrager (FORJ) stellen hohe Anforderungen an die optische und mechanische Fertigung. Das Unternehmen fertigt Lichtwellenleiter-Drehdurchführungen mit bis zu 109 Kanälen und allen Faserarten. Für Tiefsee und Offshore-Anwendungen, etwa für ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge, entwickelt SPINNER faseroptische Drehübertrager, die aus hochbeständigem Edelstahl hergestellt und mit einem Druckausgleichssystem ausgestattet sind.

Sie sind für Tauchgänge bis zu 10 000 Meter ausgelegt. Alle Einzelteile der Drehkupplungen werden mit Präzisionsmaschinen hergestellt und im firmeneigenen Reinraum der ISO-Klasse 7 montiert und getestet. SPINNER bietet außerdem Hybridkupplungen an, bei denen Schleifringe mit hohen Spannungswerten mit FORJ kombiniert werden. Diese Systeme werden über Wasser, aber auch druckkompensiert für Unterwasseranwendungen eingesetzt.

FORSCHUNG - Über 250 Patente in 75 Jahren

Forschung - Über 250 Patente in 75 Jahren

SPINNER hat in den vergangenen 75 Jahren mehr als 250 Patente angemeldet. Kein Zufall, denn Forschung und Entwicklung spielen seit jeher eine wichtige Rolle und sind die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Zur F&E-Einrichtung gehört ein Innovationsteam, das einen eher wissenschaftlichen Fokus hat. Diese Gruppe ermöglicht die kontinuierliche Umsetzung neuester Erkenntnisse in den Produktentwicklungsabteilungen.

Wachstum und Qualität im Einklang mit der Umwelt

Unternehmen werden heute daran gemessen, wie sie mit den Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Ressourcen umgehen. Bei SPINNER hat man dies schon frühzeitig erkannt. „Ein Unternehmen, das mit seinen technischen Innovationen die Zukunft aktiv mitgestaltet, muss auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten“, so die Geschäftsführerin Katharina König.

Das Umwelt-Engagement der SPINNER-Gruppe zeigt sich unter anderem in der sorgfältigen Auswahl von umweltverträglichen Werkstoffen und Fertigungsverfahren. Die Beschaffung von Rohstoffen und anderen Vorprodukten sowie die Entsorgung von Abfällen erfolgt über ausgewählte Lieferanten, die ihrerseits einen hohen Umweltstandard aufweisen oder entsprechend zertifi ziert sind. Im laufenden Betrieb wird der Einsatz von umweltkritischen Stoffen kontinuierlich hinterfragt und – sofern keine sinnvolle Substitution möglich ist – eine Reduzierung angestrebt.

Einen Beitrag zur Rohstoffeffizienz und damit zur Schonung von Ressourcen leistet SPINNER durch das konsequente Recycling von Abfällen aus Fertigungsprozessen. Mit Maßnahmen aus dem Energiemanagement ist es SPINNER gelungen, den Gesamtenergieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz des Unternehmens durch einen systematischen Ansatz zu verbessern. Nicht zuletzt sind alle Beschäftigten aufgerufen, ihre Ideen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung einzubringen. Hieraus sind schon viele kleine und größere Anregungen hervorgegangen, die mit Erfolg verwirklicht wurden.

Stark in der Region - SPINNER setzt auf den Standort Westerham

In der Region Rosenheim ist vor allem SPINNER in Westerham bekannt. Am größten seiner Standorte mit mehr als 20 000 Quadratmetern Fläche beschäftigt das Unternehmen 530 Mitarbeiter. In Westerham finden Entwicklung, Produktion und Verwaltung statt. Weltweit hat die Gruppe rund 950 Beschäftigte. Im Familienunternehmen schätzt man den Standort Deutschland. Geschäftsführerin Katharina König setzt auf qualifizierte Mitarbeiter und ein hoch spezialisiertes Produktportfolio, um den teuren Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

Firmensitz der SPINNER GmbH in Westerham.

Ideen und Fertigungs-Knowhow für die SPINNER-Entwicklungen kommen aus Bayern, Sachsen und China. Die enge Zusammenarbeit mit Universitäten, aber auch mit den Entwicklungsabteilungen von Kunden und deren räumliche Nähe sind ein Heimvorteil. Investitionen vor Ort „In Westerham haben wir seit 1966 den Standort von einer Werkhalle zu mittlerweile fünf Halleneinheiten ausgebaut. Es ist uns ein Anliegen, unsere Mitarbeiter zu fördern und in den Erfolg einzubinden. Der Mix aus langjähriger Erfahrung, konsequenter Aus- und Weiterbildung und jungen, ideenreichen Mitarbeitern ist eine Grundlage unseres Erfolgs“, so Katharina König.

Top Ausbildungsbetrieb 2021

Profis der Technik - Ausbildung bei SPINNER

Solide Ausbildung hat bei SPINNER Tradition. Bereits 1953 starteten die ersten Auszubildenden im Unternehmen in München. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Einer der Azubis aus der Anfangszeit wurde später Betriebsleiter und blieb bis zu seiner Rente im Unternehmen. In der Ausbildung zum Industriemechaniker zum Beispiel bekommen die jungen Leute im ersten Ausbildungsjahr die Grundlagen der Metallverarbeitung in der Lehrwerkstatt vermittelt. Anschließend wenden sie die erlernten Kenntnisse in den Fachabteilungen in der Praxis an und vertiefen diese.

Größter technischer Ausbilder der Region

Das Unternehmen hat sich als einer der größten technischen Ausbildungsbetriebe im Landkreis Rosenheim etabliert. Bis heute hat SPINNER in Westerham über 700 Personen ausgebildet, da runter etwa elf Prozent junge Frauen – Tendenz steigend. Mehr als ein Drittel der Azubis blieb dem Betrieb treu. Davon sind heute noch über 130 Personen als Facharbeiter in der Fertigung und in der Montage tätig oder haben sich intern erfolgreich in Fach- und Führungspositionen weiterentwickelt. Das Ausbildungsangebot hat sich in den letzten Jahren erweitert. Mittlerweile bildet SPINNER auch in vielen weiteren Berufen sowie in dualen Studiengängen aus. Aktuell sind rund 50 Azubis bei SPINNER in Westerham beschäftigt.

FACHKRÄFTE VON MORGEN

Fachkräfte von Morgen

Aus- und Weiterbildung ist für SPINNER seit jeher ein wichtiges Thema. „Wir fühlen uns verantwortlich für die jungen Leute in unserer Region. Dies sind die zukünftigen Mitarbeiter in unserem Unternehmen“, so die Ausbilder. Die SPINNER GmbH engagiert sich bereits vor Ausbildungsbeginn: Durch gezielte Aktionen mit Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien will man Schülerinnen und Schülern frühzeitig Möglichkeiten für ihre Zukunft aufzeigen.

AUSBILDUNGSBERUFE

  • Industriemechaniker
  • Oberflächenbeschichter
  • Anwendungsentwickler
  • Fachinformatiker Systemintegration
  • Elektroniker für Geräte und Systeme
  • Industriekaufleute

Alle offenen Stellen und Ausbildungsplätze der SPINNER-Gruppe unter www.spinner-group.com/karriere.

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