Einen kleinen Schatten wirft die Eiche schon

OVB
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Es wird viele Generationen dauern, bis die 15 Jahre alte Eiche ihrer 250 Jahre alten Vorgängerin gleichsehen wird: (von links) Kreisfachberater Sepp Stein, Martin Hirzinger vom Gartenbauverein Söllhuben, Thomas Pummerer vom Gartenbauverein Riedering, Bürgermeister Josef Häusler, stellvertretende Landrätin Marianne Loferer, Stephan Berger vom Gartenbauverein Neukirchen und Sepp Gartner, Kreisverband der Gartenbauvereine.

Riedering - Nach dem verheerenden Unwetter im Juni werden in Riedering fast 700 Bäume neu gepflanzt. Kosten: 13.000 Euro!

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Mit einer Eiche, gepflanzt am Kirchenparkplatz westlich von Riedering, begann eine umfangreiche Ersatzpflanzaktion. Aufgrund der massiven Unwetterschäden an Obstbäumen, im Wald sowie an frei in der Landschaft stehenden Bäumen werden im Gemeindegebiet von Riedering fast 700 Bäume neu gepflanzt. Die Anschaffungskosten liegen bei knapp 13.000 Euro.

Es war ein verheerender Hagelsturm, der am 22. Juni eine Schneise der Verwüstung quer durch den Landkreis Rosenheim zog. Am schlimmsten getroffen wurde die Gemeinde Riedering: Keller wurden überflutet, Dächer abgedeckt. Nicht reparieren ließen sich aber die Schäden, die der Sturm in der Natur angerichtet hatte. Hunderte von großen und gesunden Bäumen fielen dem Unwetter zum Opfer.

Eine Umfrage der Garten-bauvereine Riedering, Neukirchen, Söllhuben und Hirnsberg-Pietzing ergab, dass etwa 700 bis 750 Obstbäume total beschädigt wurden. Nicht ganz so dramatisch waren die Schadensmeldungen aus den Gemeinden Rohrdorf, Frasdorf und Prien.

Unwetter um und in Riedering

 © Ammelburger
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Um den persönlichen Verlust etwas auszugleichen und das Landschaftsbild wieder herzustellen, boten Landrat Josef Neiderhell, der Kreisverband der Gartenbauvereine und die Obstverwertung Rohrdorf ORO Hilfe an. Sie übernehmen die Anschaffungskosten für neue Bäume in Höhe von knapp 13.000 Euro. Eine von den Gartenbauvereinen ausgeschriebene und vom Sachgebiet für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt organisierte Sammelbestellung ergab ein überwältigendes Ergebnis: Bestellt und bereits ausgeliefert wurden 665 Obstbäume und 14 Landschaftsbäume wie Linden oder Eichen.

Alle Schäden lassen sich aber nicht ausgleichen. Viele Bäume waren mit großen und tiefen Wurzeltellern entwurzelt worden. Kreisfachberater Sepp Stein schließt daraus, dass nicht eine schwache Durchwurzelung oder nachlassende Vitalität für den Schaden verantwortlich war, sondern ausschließlich die Sturmstärke. Weiterer massiver Schaden entstand durch den Astbruch in den Kronen. Viele dieser zerzausten Großbäume stehen noch in der Landschaft. Sie werden im kommenden Jahr wieder neu austreiben. Aber mit einsetzender Morschung an den Bruchstellen wird sich so mancher Schaden erst in Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen.

Als erster Baum wurde eine 15 Jahre alte Eiche nahe der Riederinger Pfarrkirche gepflanzt. Sie soll eine 250 Jahre alte Eiche ersetzen, die der Sturm gefällt hat. Der Vorsitzende des Gartenbauvereins Riedering, Thomas Pummerer, bedankte sich für die finanzielle Hilfe bei der Anschaffung der neuen Bäume. Die Unterstützung sei eine Selbstverständlichkeit gewesen, erwiderte die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer. Lob gab es von Riederings Bürgermeister Josef Häusler für die Ersatzpflanzaktion. Häusler dankte zudem allen, die mit anpackten, um die Gemeinde wieder aufzubauen. Ein Gartler gebe nicht auf, sagte Sepp Gartner vom Kreisverband der Gartenbauvereine. Die neu gepflanzten Bäume seien für die Nachfolgegenerationen, die auch eine schöne Landschaft wollten.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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