Einen kleinen Schatten wirft die Eiche schon

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Kreisfachberater Sepp Stein, Thomas Pummerer vom Gartenbauverein Riedering, Bürgermeister Josef Häusler, die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer, Sepp Gartner vom Kreisverband der Gartenbauvereine sowie Stephan Berger und Martin Hirzinger von den Gartenbauvereinen Neukirchen und Söllhuben.

Riedering - Mit einer Eiche, gepflanzt am neuen Kirchenparkplatz westlich von Riedering, begann eine außergewöhnlich umfangreiche Ersatzpflanzaktion. Der Grund:

Aufgrund der massiven Unwetterschäden an Obstbäumen, im Wald sowie an frei in der Landschaft stehenden Bäumen werden im Gemeindegebiet von Riedering fast 700 Bäume neu gepflanzt.

Der Vorsitzende des Gartenbauvereins Riedering Thomas Pummerer erinnerte an das Unwetter. Er sprach von einem narrischen Hagelsturm, der auch ein Menschenleben forderte. Auch die 250 Jahre alte Eiche, die ursprünglich an dieser Stelle stand, habe es nicht geschafft. Pummerer bedankte sich für die finanzielle Hilfe bei der Anschaffung der neuen Bäume. Die Unterstützung sei eine Selbstverständlichkeit gewesen, erwiderte die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Gemeinde zukünftig von solchen Unwettern verschont werde. Lob gab es von Riederings Bürgermeister Josef Häusler für die Ersatzpflanzaktion. Häusler dankte zudem allen, die mit anpackten um die Gemeinde wieder aufzubauen. Ein Gartler gebe nicht auf, sagte Sepp Gartner vom Kreisverband der Gartenbauvereine. Die neu gepflanzten Bäume seien für die Nachfolgegenerationen, die auch eine schöne Landschaft wollten.

Es war am 22. Juni dieses Jahres als vor allem in der Gemeinde Riedering vermeintlich die Welt unterging. Ein Sturm entwurzelte zahlreiche große gesunde Bäume. Eine Umfrage der Gartenbauvereine Riedering, Neukirchen, Söllhuben und Hirnsberg-Pietzing ergab, dass etwa 700 bis 750 Obstbäume total beschädigt wurden. Nicht ganz so dramatisch waren die Schadensmeldungen aus den Gemeinden Rohrdorf, Frasdorf und Prien.

Um den persönlichen Verlust etwas auszugleichen und das Landschaftsbild wieder herzustellen, boten Landrat Josef Neiderhell, der Kreisverband der Gartenbauvereine und die Obstverwertung Rohrdorf ORO Hilfe an. Sie übernehmen die gesamten Anschaffungskosten für neue Bäume in Höhe von knapp 13.000 Euro. Eine von den Gartenbauvereinen ausgeschriebene und vom Sachgebiet für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt organisierte Sammelbestellung ergab ein überwältigendes Ergebnis: Bestellt und bereits ausgeliefert wurden 665 Obstbäume und 14 Landschaftsbäume wie Linden oder Eichen.

Alle Schäden lassen sich aber auch auf diesem Weg nicht ausgleichen. Viele Bäume waren mit teils großen und tiefen Wurzeltellern entwurzelt worden. Kreisfachberater Sepp Stein schließt daraus, dass nicht eine schwache Durchwurzelung oder nachlassende Vitalität für den Schaden verantwortlich war, sondern ausschließlich die Sturmstärke. Weiterer massiver Schaden entstand durch den Astbruch in den Kronen. Viele dieser zerzausten Großbäume stehen noch in der Landschaft. Sie werden im kommenden Jahr wieder neu austreiben. Aber mit einsetzender Morschung an den Bruchstellen wird sich so mancher Schaden erst in Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen. Gleiches gilt für Obstbäume. Auch hier kann verzögerter Schaden auftreten, beispielsweise wenn die aufgeschlagenen Äste krebsig werden oder bei einsetzender Morschung brüchig.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

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