Endlich ein Bauhof für den Bauhof?

Vogtareuth - Ein Bauhof ohne Bauhof: Diese Situation macht seit Jahren der Gemeinde Vogtareuth zu schaffen. 2011 soll das Problem gelöst werden.

Ein Bauhof ohne Bauhof: Diese Situation macht seit Jahren der Gemeinde Vogtareuth zu schaffen. Denn ein zentrales Gebäude für Fahrzeuge, Gerätschaften und Werkstatt gibt es nicht. 2011 soll das Problem gelöst werden - durch die Anmietung des ehemaligen Raiffeisen-Lagerhauses und der Geschäftsstelle der VR-Bank am Kirchsteig, für die derzeit ein Neubau an der Ortsdurchfahrt erstellt wird.


Die Einsatzfahrzeuge vom Schneepflug bis zum Radlader sind in der ganzen Gemeinde verstreut untergebracht - in einzelnen Garagen, leerstehenden Häusern und sogar in der Waschhalle der Feuerwehr. Gerätschaften und Werkzeug lagern im Keller der Grundschule, der eine so niedrige Decke besitzt, dass sich die Bauhofmitarbeiter bücken müssen. Für Reparaturen gibt es keine temperierte Werkstatt, in der auch im Winter gearbeitet werden kann. Zehn bis 20 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen die Mitarbeiter des Vogtareuther Bauhofes nach Einschätzung von Bürgermeister Matthias Maier damit, zwischen den vielen Standorten hin- und herzupendeln.

Als einmalige Chance, die Effektivität zu erhöhen, bewertet deshalb die Gemeinde die Tatsache, dass mit dem Neubau für die Volks- und Raiffeisenbank die alte Liegenschaft für eine andere Nutzung zur Verfügung steht. Auf Anregung der CSU, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, besichtigte nun der Gemeinderat die Gebäude und das Areal. Vertreter der örtlichen Geschäftsstelle und aus der Liegenschaftsverwaltung der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee zeigten die Räumlichkeiten.


Baulich muss die Kommune kaum etwas verändern. Sie kann sogar das Mobilar der Geschäftsstelle übernehmen, kristallisierte sich heraus. Jetzt sollen, so der Wunsch der Mehrheit, die finanziellen Rahmenbedingungen noch geklärt werden. Die Gemeinde will Bankgebäude und Lagerhaus anmieten. Ein Ankauf kommt für die finanzschwache Kommune nicht in Frage - ebenso wenig wie ein eigener Bau, der einigen Ratsmitgliedern lieber wäre. Doch als nächste größere Baumaßnahme steht eine Lösung für das Zaiseringer Feuerwehrhaus, das dringend eine Modernisierung mit Erweiterung benötigt, an. Mehrheitlich wurden Bedenken, der Bauhof in der Siedlung könne durch das frühmorgendliche Ausfahren des Schneepfluges im Winter zu Lärmbelästigungen in der Nachbarschaft führen, zurückgewiesen.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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