Wasserburg

Endlich ein Spielplatz im Norden Wasserburgs

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Der momentan etwas karge Hügel wird zentraler Punkt des kleinkindgerecht ausgebauten Spielplatzes an der Reitmehringer Schule. Damit wird der seit Jahren gewünschte Spielplatz für den Norden des Stadtteiles im Sommer endlich Realität.

Jahrelang war er immer wieder Thema, der Spielplatz im nördlichen Teil Reitmehrings.

«Es ist ein schönes Areal. Und wohl auch die einzige Möglichkeit», stellte Bürgermeister Michael Kölbl in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses fest. Denn ein eigenes Grundstück wurde für den Spielplatz trotz mehrjähriger Suche vieler Beteiligter nicht gefunden. Dafür wird nun der Spielplatz an der Schule kleinkindergerecht ausgebaut.

Wie dies geschehen soll, das stellte im Ausschuss Harald Niederlöhner vor. Er hat bereits die Umgestaltung des Spielplatzes in der Palmano-Anlage für die Stadt geplant und präsentierte nun die ersten Ideen für Reitmehring. Wobei es hier im Wesentlichen um eine Ergänzung des Bestandes geht, da der Spielplatz auch Teil des Pausenhofes der Grundschule ist.

Zentraler Punkt des Ausbaues wird der bestehende Hügel. Derzeit ist er vor allem Ausgangspunkt eine Rutsche und oben relativ kahl. Niederlöhner plant auf dem Kamm des Hügels ein Holzdeck. Zu erreichen soll das dann unter anderem mit Kletteraufstiegen aus Seilen sein. Am Fuße des Hügels ist ein Sandkasten vorgesehen, der für die Kleinsten Besucher als weitere Attraktion eine Sandbaustelle mit Aufzug und Schütte bekommen soll.

Außerdem schlug Niederlöhner eine «Nestschaukel» vor, wie sie auch in der Palmano-Anlage zu finden ist. In der können gleich mehrere Kinder - oder Papa mit Zwergerl - schaukeln. Um die Neuerungen sinnvoll unterzubringen, wird eine Bank ins Weidentipi versetzt und auch der Balancierbalken bekommt einen neuen Standort. Damit das vorhandene Amphitheaterchen auch im Hochsommer ohne Sonnenstichgefahr genutzt werden kann, schlug Niederlöhner die Anbringung eines Sonnensegels vor.

Der in einer früheren Sitzung vorgeschlagene Zugang von der Bürgermeister-Schmid-Straße wird nicht umgesetzt. Barrierefrei zu machen wäre er wegen des starken Gefälles ohnehin nicht und er erscheint wegen der Nähe zur Bundesstraße als zu gefährlich. Stattdessen wird der Zugang vorbei am Kindergarten barrierefrei ausgebaut.

Zur Erregung von Aufmerksamkeit werde der Zugang von der Straße nicht gebraucht, meinte Kölbl: «Die Reitmehringer wissen ohnehin, wie sie zum Spielplatz kommen.» Für Gelächter sorgten in der Sitzung die Reitmehringer Brüder Schmid. Stadtrat Wolfgang (CSU) schlug vor, die Sandbaustelle mittels einer Schwengelpumpe noch mit Wasser zu ergänzen, das käme immer gut an. «Zugegeben: Es schmutzt», räumte er ein. Und erntete prompt Protest von Bruder Helmut (Bauamt) ob seines Vorschlags: Der Spielplatz sei ja auch Pausenhof. «Man merkt, dass der eine Bruder erwachsene Kinder hat, der andere Vater einer Grundschülerin ist und sich freut, wenn die nicht dreckig nach Hause kommt», kommentierte ein amüsierter Bürgermeister.

Die Bruttokosten für den kleinkindgerechten Ausbau des Spielplatzes bezifferte Niederlöhner - ohne Pumpe - mit etwa 27000 Euro. Die Umgestaltung des Spielplatzes soll am Anfang der Sommerferien beginnen. syl

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