SPD-Stephanskirchen zog Halbzeitbilanz - Fairer Umgang unter den Räten

Energiewende kommunal umsetzen

Stephanskirchen - Bei der Jahresversammlung setzte der SPD-Ortsverein Stephanskirchen-Schloßberg seine Arbeitsschwerpunkte. Unter anderem ging es um Energie- und Siedlungspolitik.

Mit einer Energiepolitik, die auf Dezentralisierung und Bürgerkraftwerke setzt, und einer Siedlungspolitik, die Nachverdichtung und neue Wohnkonzepte fördert, will der SPD-Ortsverein Stephanskirchen-Schloßberg in den nächsten Jahren Arbeitsschwerpunkte setzen. Bei der Jahresversammlung beim Antretter zog Bürgermeister Rainer Auer Halbzeitbilanz.


Haben die Sozialdemokraten ihre Wahlversprechen eingehalten? Nach Ansicht der Vorsitzenden Lilly Brod ist dies in weiten Bereichen gelungen. Der von der SPD aufgestellte Bürgermeister Auer, selbst nicht Parteimitglied, ist nach eigenen Angaben überzeugt, dass die konstruktive Fraktionsarbeit im Gemeinderat die Folge eines neuen, sachlich geprägten und fairen Umgangs der Fraktionen miteinander ist. Im Ratsgremium ist die SPD mit fünf Mitgliedern vertreten ist und stellt damit nicht die stärkste Fraktion, wohl aber den Bürgermeister.

"Wir haben in den beiden ersten zwei Dritteln der Ratsperiode viel fertig gestellt", zeigte sich Auer überzeugt. Als Beispiele nannte er im Tiefbau zahlreiche Straßenbaumaßnahmen, die in den vergangenen vier Jahren insgesamt 4,5 Millionen Euro verschlungen hätten. Hier gehe die Kommune durch eine frühe Anliegerbeteiligung einen neuen bürgerfreundlichen Weg, so Auer.


Im Hochbaubereich führte er die Schulsanierungen mit energetischer Dämmung, den Neubau der Kinderarche in Schloßberg und der Krippe in Haidholzen als wichtigste Maßnahmen auf.

Als noch nicht gelöst charakterisierte Auer die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Bei der geplanten Ausweitung des Anrufsammeltaxis seien leider noch genehmigungsrechtliche Hürden zu nehmen.

Leitbildentwicklung als Meilenstein

SPD-Fraktionsvorsitzende Margit Sievi stellte außerdem die Bemühungen um Spielplatzneugestaltungen, ebenfalls mit enger Beteiligung der Familien, vor. Sievi nannte die Leitbildentwicklung als weiteren Meilenstein der aktuellen Ratsperiode. Die Strukturanalyse von Stephanskirchen habe deutlich gezeigt, wo Fehlentwicklungen drohten. Eindämmen müsse die Kommune die Gefahren eines "Siedlungsbreis" und die Versiegelung der Naturräume. Notwendig seien Bebauungspläne, die kompakte neue Wohnformen ermöglichen und sich energetisch autark aufstellen. Die Energiewende sei eine Chance für Stephanskirchen. Neue Großanlagen auf der Basis regenerativer Energien müssten jedoch als Bürgergesellschaften gegründet werden, forderte sie.

Auch der Jahresbericht der SPD-Vorsitzenden Lilly Brod zeigte den Arbeitsschwerpunkt der Partei im Energiebereich auf. Außerdem widmete sie sich 2011 intensiv der Gemeinschaftsschule. Der Mitgliederstand blieb mit 34 konstant. Im Gemeinderat übergab Josef Grabmayr an Ludwig Demberger.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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