Firma investiert sechs Millionen Euro

Schechen - Die FuG Elektronik GmbH hat 2011 mit Standort Rosenheim das bis dato erfolgreichste Jahr hingelegt. Gestern war nun Spatenstich für den Firmen-Neubau in Schechen.

2011 ist als erfolgreichstes Jahr in der 33-jährigen Geschichte der FuG Elektronik GmbH noch mit dem Standort Rosenheim verbunden. Gestern hat die Zukunft des wachstumsorientierten Unternehmens mit dem Spatenstich für einen Firmen-Neubau im Gewerbegebiet Schechen-Nord an der B15 begonnen.

Neue Geschäftsfelder, neue Produktlinien, neue Mitarbeiter, aber kein Platz: So stellte sich in den vergangenen Wachstumsjahren die Situation der Firma dar. Nach erfolglosem Bemühen um Weiterentwicklungsflächen vor Ort entschied sie sich schließlich nach Angaben von Geschäftsführer Dr. Hartmut Simon, "das Heft des Handelns selber in die Hand zu nehmen" und im Nachbarort Schechen umfangreich neu zu bauen - auf einem Grundstück des Landkreises, der beim Spatenstich durch Landrat Josef Neiderhell vertreten war.

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Dieser sprach von einem Glücksfall, dass es gelungen sei, den Spezialisten für maßgeschneiderte Hochspannungstechnologien im Landkreis zu halten. "Wir haben Sie nicht weggelockt aus Rosenheim, sondern ermöglicht, dass Sie in unserer Gegend bleiben", brachte Neiderhell die Rolle des Landkreises auf den Punkt. Auch Geschäftsführer Simon sprach von einem "klaren Bekenntnis" der FuG Elektronik GmbH zum Standort Rosenheim. Ob das neue Firmen-Gelände innerhalb oder außerhalb der Stadt liege, sei unerheblich angesichts der Tatsache, dass die Region Rosenheim als Einheit zu betrachten sei.

Schechens Bürgermeister Hans Holzmeier verhehlte trotzdem nicht seinen Stolz darüber, dass es gelungen ist, einen "Spitzenbetrieb" mit 90 Arbeitsplätzen im Dorf anzusiedeln. Die FuG Elektronik GmbH, die im September 2012 ihre Produktion in Schechen aufnehmen möchte, ist dann der größte Arbeitgeber in der Kommune und ein Gewerbesteuer-Zahler, den Rosenheim nur ungern ziehen ließ.

In Schechen investiert der Produzent von Hochspannungstechnologie sechs Millionen Euro in einen Neubau, der in erster Linie von Handwerkern aus der Region realisiert wird. Die Pläne lieferte der Rosenheimer Architekt Christoph Vorderhuber. Der Neubau wird mit 5000 Quadratmetern mehr als die doppelte Nutzfläche im Vergleich zum bisherigen Standort in Rosenheim-Langenpfunzen erhalten. Geplant sind eine Produktionshalle und ein dreigeschossiges Büro-Gebäude, das auf Stelzen zu schweben scheint. Im Innern möchte Simon ein "Wohlfühl-Umfeld" für seine hoch qualifizierten Mitarbeiter schaffen. Erstmals sollen sie eine Kantine mit Bistro und eine grüne Freiterrasse erhalten.

Auch die Sicherheit, wichtiger Punkt bei der Hochspannungstechnologie, werde durch den Neubau erhöht. Hier sollen auch Geschäftsfelder wie der Bereich "regenerative Energien" weiterentwickelt werden, so der Geschäftsführer des Familien-Unternehmens, das gestern auch Ehefrau Christa und Sohn Marc vertraten. Eng arbeitet die FuG Elektronik GmbH auch mit der Wissenschaft - unter anderem mit der Hochschule Rosenheim - zusammen.

Das Jahr 2012 wird nicht nur durch den Umzug einen "markanten Meilenstein" in der Geschichte der FuG Elektronik GmbH darstellen, sondern auch durch die Abwicklung des größten Auftrages, den das Unternehmen nach Angaben der Geschäftsführung jemals erhalten hat.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

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