Fluchttreppe führt zu heftigen Diskussionen

Neubeuern - Ein Bauantrag der Gemeinde zur Erweiterung der Kinderkrippe führt zu heftigen Diskussionen. Grund ist die Positionierung einer Fluchttreppe.

Der Gemeindekindergarten soll um eine zweite Krippengruppe erweitert werden. Hierfür ist die Nutzungsänderung für eine nicht mehr genutzte Wohnung erforderlich. Aus Sicherheitsgründen ist auch der Neubau einer Fluchttreppe vom Obergeschoss in den Garten vorgeschrieben.

Johann Fritz ist der Meinung, die Treppe sollte parallel zur Hausmauer errichtet werden und nicht, wie geplant, vom Obergeschoss quer in den Garten hinunter.

Andere Position für Fluchttreppe

Dann wäre die Treppe durch das Vordach des Hauses vor Witterungseinflüssen geschützt und müsste im Winter nicht täglich geräumt werden. Um eine rasche Beschlussfassung auch im Hinblick auf den Förderantrag nicht zu gefährden, stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben mit der Maßgabe zu, dass mit dem Landratsamt eine andere Positionierung der Fluchttreppe noch abgeklärt wird.

Auf Anregung der Verantwortlichen für den Friedhofsbereich wird eine Begrenzung der Bepflanzungshöhe vorgeschlagen. Die Bepflanzung soll die Höhe des Grabdenkmals beziehungsweise der schmiedeeisernen Kreuze nicht überschreiten. Es wird eine maximale Höhe von 1,50 Metern zugrunde gelegt. Bepflanzungen, die höher sind, sollen vom Friedhofspersonal kostenpflichtig zurückgeschnitten werden. Der Antrag fand einstimmige Zustimmung.

Die Satzung, mit welcher die Gebühren des beauftragten Bestattungsunternehmens geregelt werden, muss entsprechend der aktuellen Änderungen angepasst werden. Mit der Anpassung der Kostensatzung beziehungsweise des Kostenverzeichnisses besteht Einverständnis. Die neue Friedhofssatzung sowie die angepasste Gebührensatzung treten am 1. Juli in Kraft. Die Friedhofssatzung wird erstmals am Leichenhaus ausgehängt.

Bepflanzung aus optischen Gründen

Das gemeindliche Einvernehmen wurde Johann Hepfengraber erteilt für den Neubau eines Gülle-Stahlbetonbehälters ohne Decke am Rassnweg in Altenbeuern. Auf Nachfrage von Gemeinderat Franz Steinkirchner erklärte Zweiter Bürgermeister Schmid, bei einer Höhe von 3,20 Metern über Boden bestehe keine Sturzgefahr in den Behälter, sodass ein Deckel nicht verlangt werden könne. Die Gemeinderäte Holzmaier und Größ empfehlen aus optischen Gründen eine Bepflanzung rund um den Stahlbetonbehälter.

Für große Freude bei Kindern sorgte die Fertigstellung des neuen Badestegs am Neubeurer See. Franz Steinkirchner schilderte die schwierige Verankerung des Stegs im See.

Erster Bürgermeister Josef Trost bedankte sich bei der Klasse 6b der Volksschule Neubeuern mit ihrer Lehrerin Monika Heibl für die Erstellung einer sehr gelungenen Broschüre "Schiffleutwanderweg für Kinder". Außerdem weist er darauf hin, dass seit 1. Mai mehrere Programme der Zweigstelle Neubeuern der Raublinger Volkshochschule angeboten werden.

gil/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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