Mühldorf

Frischfleisch für Ruperti-Gymnasium

Die Schulband "Mad Jam" wusste es ganz genau: Statt auf dem "Highway to hell", der Autobahn in die Hölle, auf den Waldkraiburgs Gymnasiasten ihren ehemaligen Direktor Richtung Mühldorf geschickt hatten, wähnten sie, er habe bereits die Eintrittskarte in den Himmel, das "ticket to the sky" gelöst.

Ganz so himmlisch wollte der neue Schulleiter Anselm Räde seinen Arbeitsbeginn am Mühldorfer Ruperti-Gymnasium dann doch nicht sehen, obwohl er eingestand: "Ich bin mit einer erfreulichen Mischung aus Offenheit, Freundlichkeit, Neugier, Hoffung, ergänzt durch einen Schuss Vorsicht, empfangen worden." Er habe den Willen gespürt, sich auf Neues einzulassen und zusammenzuarbeiten.Denn das, betonte Räde in seiner sehr launigen Rede zu seiner Amtseinführung, sei eine der Grundprinzipien seines Führungsstils: die "Gestaltung im Miteinander".


Er wolle Lehrer, Schüler und Eltern in die Entwicklung der Schule einbinden. Schließlich gehe es darum, ein "humanes Arbeitsklima zu schaffen", in dem jeder sein Können zur Geltung bringen könne. Wie willkommen der neue Schulleiter ist, machten Redner wie Elternvertreterin Anita Drjupin und Ministerialbeauftragter Dr. Bernd Zinner deutlich.


Landrat Georg Huber nannte die laufende Renovierung der Schule eine der großen Aufgaben Rädes, dazu komme die Gestaltung der Schule als Ort, an dem Kinder und Jugendliche soziale Kompetenz ausbilden könnten. Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch erklärte, wie wichtig das Gymnasium für einen zentralen Ort sei. Der Direktor sei deshalb gefordert, Kontakt zum Umfeld, vor allem zu Firmen, zu knüpfen.

Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber würdigte Rädes kommunikative Fähigkeiten und Führungseigenschaften: "Die Leitung einer Schule erfordert Augenmaß, Engagement, Fingerspitzengefühl und Entscheidungsfreude." Diese Fähigkeiten habe Räde in seiner bisherigen Tätigkeit im Gymnasium Waldkraiburg bewiesen. Seine Aufgabe als Leiter der Seminarschule sei besonders anspruchsvoll, da die Ausbildung von Lehrern mitentscheidend für die Qualität des Schulsystems sei.

Das vielleicht schönste Lob für den Neuen kam von der Vertreterin der Schüler: "Unsere gemeinsame Zukunft hat schon gut angefangen", bescheinigte Schülersprecherin Lena Josel. Räde habe in seinen ersten beiden Monaten bereits Verbesserungen durchgesetzt, die die Lernatmosphäre verbessert hätten. Einen besonderen Dank sagte Personalratsvorsitzende Daniela Gabler der Schulleitung, die das Gymnasium seit dem Tod von Konrad Reger geführt hat: Josef Unterreiner, Reinhard Günther und Christine Neumaier. Die Gestaltung der Feier übernahmen verschiedene Chöre und Orchester aus Schülern und Lehrern. hon

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