Futsal-Spiel und Prominenten-Jagd

Eine neuere Attraktion im Zeltlager: Die Seifenrutsche war heuer der Renner.

Kolbermoor - Bereits zum 48. Mal fand in diesem Jahr nun das Zeltlager der katholischen Landjugendbewegung Kolbermoor statt. 80 Kinder erlebten mit ihren 31 Betreuern wieder zwei herrlich abenteuerliche Wochen in Kohlstatt.

Niklas und Maxi strahlen übers ganze Gesicht. "Zwei Wochen ohne Eltern machen einfach auch mal Spaß", grinsen die beiden Zwölfjährigen. Abgesehen davon, dass Maxi seine Katze Diego vermisst, gibt es von Heimweh keine Spur. Wie auch - bei so viel Spaß und Abenteuer. Aber nicht nur Niklas und Maxi geht es so. Im Lager findet man ausschließlich glückliche Gesichter.

Beim Lagerfeuer konnten sich die Kinder auch in diesem Jahr ihr "Steckerlbrot" schmecken lassen.

Auch Lagerleiter Johannes Zahner bestätigt eine optimale Atmosphäre. "Es läuft einfach super. Nur drei Kinder sind in diesem Jahr wegen Heimweh früher nach Hause gefahren. Das sind so wenige wie noch nie", erzählt er.

Bei so vielen Aktionen und Spielangeboten, die die Lagerbetreuer in diesem Jahr für ihre Kinder bereit hielten, kann es einem auch unmöglich langweilig werden.

Ein Renner bei den Kindern war in diesem Jahr beispielsweise das "Malspiel", bei dem zwei gegnerische Teams versuchen, das im Wald aus Ästen aufgestellte Holzmal des jeweils anderen zu erobern.

Auch das Geländespiel war ein großer Erfolg. Die Betreuer haben sich diesmal wieder eine amüsante Geschichte dazu einfallen lassen und so mussten die "Paparazzi" in diesem Jahr die "Prominenten" jagen.

Mit Fäden muss das T-Shirt beim Batiken möglichst fest eingeschnürt sein.

Gruslig wurde es für die Kinder hingegen bei der "Geisternacht", die im Lager bereits Tradition hat. Die Betreuer dürfen in dieser Nacht die Kinder erschrecken und das gelang in diesem Jahr besonders gut. Der Schreck steckte den Kindern zwar noch länger in den Gliedern, bei der anschließenden Nachtwanderung wurden sie dafür aber wieder entschädigt. Für Joschi und Philipp, die beide schon zum sechsten Mal nach Kohlstatt fahren, war dieser nächtliche Ausflug wie jedes Jahr der Höhepunkt.

Das Programm sei in diesem Jahr etwas offener gestaltet worden, erzählen die drei Lagerleiter Johannes Zahner, Philipp Spiegelsberger und Ludwig Schirmer. Neben vielen Aktionen bekamen die Kinder auch Nachmittage, die sie frei gestalten konnten. Diese Nachmittage wollten aber genutzt sein und so fand man einige Kinder beim Basteln, andere beim Batiken. Viele nutzten an sonnigen Tagen eine der neuesten Attraktionen im Lager, die Seifenrutsche, also eine große, reißfeste Plane die mit Seifenlauge bespritzt wird und zum Rutschen und Gleiten einlädt. Und wieder andere feilten an Ytong-Steinen, aus denen kleine Statuen oder Schmuckstücke entstanden. Die Sportlichen fand man beim "Indiaka"-spielen, andere kauften beim Monopoly gerade ihre ersten Hotels. Für was die Kinder sich auch entschieden, die Stimmung im Lager war bestens.

Die 13-jährige Verena, die bereits zum fünften Mal dabei ist, genoss vor allem die Bastelstunden und freut sich über ihre selbst gefertigte Handytasche. Der neunjährige Moritz erzählt, dass er nur ein einziges Mal Heimweh hatte. Beim "Futsal-Spielen", einer Form von Fußball mit Banden, war das aber dann gleich wieder verflogen.

Jede Zeltgruppe bemalte einen Flügel des Marterpfahls.

Der elfjährige Julian lobt das Essen über alle Maßen: "Die Cevapcici waren lecker", meinte er. "Und der Schweinsbraten war eigentlich das Allerbeste". Beim köstlichen Essen waren sich die Kinder übrigens alle einig und vor allem der Schweinsbraten hat offensichtlichen Eindruck hinterlassen.

Neben vielen weiteren Spielen - drinnen wie draußen - entstand auch in diesem Jahr wieder eine Lagerzeitung und die Video AG erstellte wieder kleine Filmchen, die auf der Website des Zeltlagers zu finden sind.

Heute kommen die Kinder von ihrem zweiwöchigen Abenteuer zurück und werden unglaublich viel von ihren Unternehmungen und Erlebnissen zu erzählen haben.

rr/Mangfall-Bote

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