Mit 84,35 Prozent der Stimmen wiedergewählt

"Chef ist nur so gut wie seine Mannschaft"

Altes und neues Gemeindeoberhaupt: Bernd Fessler.
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Altes und neues Gemeindeoberhaupt: Bernd Fessler.

Großkarolinenfeld - Bernd Fessler heißt der alte und neue Bürgermeister von Großkarolinenfeld. Mit 84,35 Prozent der Stimmen verteidigte er seinen Chefsessel im Rathaus.

Mit 84,35 Prozent der Stimmen verteidigte der parteifreie Amtsinhaber bei der Wahl am gestrigen Sonntag seinen Chefsessel im Rathaus gegen Herausforderer Bodo Frommelt (GBV). Die Wahlbeteiligung lag bei 56,01 Prozent.

Mit angespannten Gesichtern verfolgten sowohl Fessler, als auch Frommelt die Hochrechnungen in der Aula der Großkarolinenfelder Grundschule. Da Fessler von den Ortsverbänden der CSU Großkarolinenfeld und Tattenhausen, der PLW, der SPD, der jungen Union und von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkampf unterstützt wurde, hatten sich zahlreiche Weggefährten im Wahlbüro eingefunden.

Auch GBV-Kandidat Bodo Frommelt war mit vielen Förderern und Freunden gekommen, um vor Ort die ersten Ergebnisse mitzuverfolgen. Die Anspannung war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Wahlleiter Christian Baumann behielt wie immer routiniert den Überblick, bevor kurz nach 19 Uhr das Endergebnis feststand.

Die Erleichterung und Freude waren Bernd Fessler förmlich anzusehen, als klar war, dass er auch weiterhin die Geschicke der Gemeinde Großkarolinenfeld lenken wird. 3110 der insgesamt 5553 Wahlberechtigten machten bei dem gestrigen Urnengang von ihrem Stimmrecht Gebrauch. 328 Großkarolinenfelder entschieden sich für die Briefwahl.

Als guter Verlierer präsentierte sich Bodo Frommelt. "Die Bürger haben sich für einen weiteren Weg mit dem Amtsinhaber entschieden. Dieses Votum haben wir alle zu akzeptieren", meinte der Herausforderer. Er wünschte dem Wahlsieger "eine gute Hand bei der Führung der Gemeinde, Mut und den Willen, Innovationen wirklich anzupacken, sowie das richtige Gespür für das, was die Bürger in Zukunft wollen." Abschließend dankte Frommelt allen, die ihm ihre Stimme gegeben haben, für ihr Vertrauen und versprach, sich weiter im Ortsgeschehen einzubringen.

Drei Blumenstäuße hatte Bernd Fessler, der seit 2001 Bürgermeister in Großkarolinenfeld ist, dabei. So bedankte er sich stellvertretend für den gesamten Gemeinderat bei Zweiter Bürgermeisterin Lilo Wallner, wobei er seine Hoffnung auf eine "weitere vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde" zum Ausdruck brachte. Stellvertretend für die Verwaltung und alle Mitarbeiter erhielt Anni Feicht "als guter Engel im Rathaus-Vorzimmer" Blumen. Fessler meinte: "Der Chef ist immer nur so gut wie seine Mannschaft". Weil sie ihm "stets den Rücken gestärkt und ihn vor so manchem Fettnäpchen bewahrt hat", ging der dritte Blumenstrauß des wiedergewählten Bürgermeisters an seine Frau Kathi, die seit über 30 Jahren an seiner Seite steht.

Warum er sich ganz besonders über das in ihn gesetzte Vertrauen der Bürger freut, betonte Fessler nach seiner Wiederwahl: "In der ganzen Gemeinde und in den Vereinen gibt es so viele tolle Menschen. Deshalb freue ich mich sehr darauf, hier am Projekt Großkarolinenfeld weiter mitarbeiten zu dürfen."

Daniela Lindl/Oberbayerisches Volksblatt

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