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Erste Ergebnisse am runden Tisch

Auch Lisa (vorne) und Helena müssen täglich auf ihrem Schulweg den engen und gefährlichen Tunnel Am Weiher passieren.
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Auch Lisa (vorne) und Helena müssen täglich auf ihrem Schulweg den engen und gefährlichen Tunnel Am Weiher passieren.

Großkarolinenfeld - "Handeln, bevor etwas passiert": Mit dieser Aufforderung versucht das "Bündnis Schulwegsicherheit" Verbesserungen in Großkaro herbeizuführen.

Jetzt haben sich Vertreter der Polizei zusammen mit Elternbeiräten aus Schule und Kindergärten sowie mit Bürgermeister Bernd Fessler an einen Tisch gesetzt, um Optimierungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Als Einstieg in die Diskussion zeigte Dr. Ute Spiegler, Vorstandsmitglied des Elternbeirats der Max-Joseph-Grundschule, Vorschläge zur Verbesserung der Schulwegsicherheit in Großkaro auf. Nach dem Motto "Wenig Aufwand - große Wirkung" regten die Elternvertreter beispielsweise an, den "richtigen" Schulweg mit auf den Boden gemalten Motiven zu kennzeichnen, die Schulwegsicherheit in allen Klassen als fest verankertes Projekt zu integrieren und die gefährliche "Baumann-Kreuzung" vor allem morgens für die Schulkinder besser abzusichern. "Immer wieder ist die Schulwegsicherheit Thema bei uns Eltern. Weil vor einiger Zeit ein Mädchen bei einem Schulwegunfall verletzt wurde, wollten wir Entscheidungsträger für ein konstruktives Gespräch an einen Tisch bekommen, um künftig solche Unfälle zu vermeiden", erklärte Dr. Ute Spiegler.

Auch Jugendbeauftragte Irmi Huber war zu diesem Treffen in den Rathaus-Sitzungssaal gekommen. Sie beklagte, dass Eltern im Straßenverkehr leider häufig nicht als Vorbilder, sondern als schlechtes Beispiel für die eigenen und fremden Kinder auftreten. Deshalb sollen durch regelmäßige Elternbriefe verstärkt die Erziehungsberechtigten angesprochen werden. Diese sollten ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule fahren und ihnen eine Brotzeit mitgeben. Gerade der Zwischenstopp in der Bäckerei stelle für die Schulkinder eine große Gefahr dar. Dass der Bereich zwischen Rathaus und Geschäften im Zentrum durch ein- und ausparkende Autos eine große Gefahrenquelle darstellt, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Doch laut Dr. Spiegler habe Bürgermeister Fessler bei Vorgesprächen hier langfristige Verbesserungsmaßnahme signalisiert. Der Gemeinderat sei sich darüber im Klaren, dass im Falle eines Rathausneubaus im Zentrum auch eine entsprechende Platzgestaltung unter Berücksichtigung der Schulwegsicherheit erfolgen müsse.

Von der Polizeiinspektion Bad Aibling hatten sich Jugendverkehrserzieher Martin Dinzinger und sein Kollege Jochen Storch Zeit genommen, um den Eltern Rede und Antwort zu stehen.

Auf die Forderung aus der Runde, mehr Geschwindigkeitskontrollen im Ort durchzuführen, verwiesen die Polizisten auf eine dünne Personaldecke. Von Seiten der Eltern kam deshalb die Anregung, die Gemeinde solle dem Kommunalen Zweckverband beitreten und einen weiteren "Elektrischen Zeigefinger" als Warnung für die Autofahrer anschaffen. Der Rathaus-Chef versprach, beide Punkte mit dem Gemeinderat zu besprechen.

Als eine der größten Gefahrenquellen auf dem Schulweg brachten die Eltern und Schülerlotsen-Leiterin Nicole Lurtz den Tunnel Am Weiher zur Sprache. Der Gehweg durch den Tunnel sei viel zu schmal und Autofahrer würden sich hier nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Fessler erinnerte an die jahrelangen Verhandlungen mit der Bahn, die Eigentümer des Tunnels ist: "Aus städtebaulicher Sicht ist dieser Tunnel für einen Ort mit der Größe von Karo sicherlich nicht mehr tragbar, aber wir kommen hier nicht weiter." Jetzt versuche die Gemeinde, sich über das Eisenbahnkreuzungsgesetz eine Lösung mit der Bahn zu erstreiten. Aber dies könne sich noch über Jahre hinziehen. Schließlich einigten sich die Elternbeiratsvertreter, Dr. Ute Spiegler und Henry Sommer, Elternsprecher und Moderator der Runde, Christian Hopfensperger, sowie alle anderen Mütter mit den Experten darauf, den Schulweg als erste Maßnahme vom Tunnel bis zur Schule mit farblichen Motiven in Eigenleistung zu markieren. Außerdem soll in der Max-Joseph-Grundschule die Aktion "Zu Fuß zur Schule" mit einem entsprechenden Stempelpass durchgeführt werden. Auch die Bitte der Mütter, den Gehweg am Parkplatz vor der katholischen Kirche abzuflachen, nahm Fessler als Anregung mit in den Gemeinderat. Die Polizisten forderten die Eltern auf, alle Aktionen mit Gemeinde und Polizei abzusprechen. So soll auch die Möglichkeit der Anbringung von Bodenwellen vor und durch den Tunnel weiter verfolgt werden.

dli/Oberbayerisches Volksblatt

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