Versuchtes Tötungsdelikt am Bahnhof wirft Fragen auf

Mann in Großkaro niedergeschossen: „Es gab ein geplantes Treffen“

Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens.
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens.

Großkarolinenfeld - Das versuchte Tötungsdelikt in der Bahnhofstraße sorgt in der beschaulichen Gemeinde weiterhin für Gesprächsstoff. Viele Fragen sind hierzu noch ungeklärt. Was steckt hinter der Tat? Welches Motiv hatte der Täter? Kannten sich die betroffenen Personen?

In der Nacht von Freitag auf Samstag, 26. September, kam es im Bereich des Bahnhofs in Großkarolinenfeld zu einer brutalen Gewalttat. Ein 20-jähriger Mann erlitt dabei eine schwere Schussverletzung und musste noch in der Nacht notoperiert werden. Mittlerweile befindet sich das Opfer außer Lebensgefahr, „sein Zustand ist stabil“, erklärte die Polizei bereits am Montag.

Ein 22-jähriger Tatverdächtiger wurde bereits am Sonntag einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Brutale Tat in Großkarolinenfeld: „Es gab ein geplantes Treffen“

Ob sich Opfer und Täter kannten, ist derzeit noch nicht bestätigt. Der Schwerverletzte sei noch immer nicht vernehmungsfähig, klärte Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, im Gespräch mit rosenheim24.de auf. „Fest steht, dass es vor dem Vorfall ein geplantes Treffen zwischen den Betroffenen gegeben hat.“ Der Hintergrund für dieses Treffen sei aber noch nicht endgültig geklärt.

Auch über das Motiv kann momentan nur spekuliert werden. „Das ist Bestandteil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen“, so Huber weiter.

Jugendlicher wird am 26. September in Großkarolinenfeld niedergeschossen

bahnhof-großkarolinenfeld
Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld war Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. © jz

Am frühen Samstagmorgen, gegen 3.30 Uhr, wurde der schwer verwundete Mann nach einem Hinweis einer Anwohnerin von der Polizei aufgefunden. Nur gut eine Stunde nach der Tat konnten die Beamten den dringend Tatverdächtigen, einen 22-jährigen Deutschen, festnehmen.

Anwohner: Tat „ist wenig überraschend“

Anwohner zeigten sich am Tag darauf im Gespräch mit rosenheim24.de von dem Vorfall nur wenig überrascht. Der Bahnhof sei in letzter Zeit ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche gewesen. Viele von ihnen hätten nach Meinung des Nachbarn das Potential, in die Kriminalität abzurutschen.

Großkarolinenfelds Erster Bürgermeister Bernd Fessler sieht das jedoch anders. Wie er im Gespräch mit rosenheim24.de sagte, sei der Bahnhof in seiner Gemeinde nie groß aufgefallen. „Die Anwohner, der Wirt und auch die Polizei berichten alle, dass der Bahnhof nie Treffpunkt für zwielichtige Gestalten gewesen sei“, so Fessler.

Zeugen sollen sich bei der Polizei melden

Die Kriminalpolizei Rosenheim bittet im Zusammenhang mit dem Fall weiter um Hinweise aus der Bevölkerung:

- Wer konnte zur Tatzeit (Samstag, ca. 03.30 Uhr) in Großkarolinenfeld Beobachtungen machen, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?

- Wer kann der Kriminalpolizei sonstige sachdienliche Hinweise gegeben?

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (08031) 2000 bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

mz

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