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Großkarolinenfelder bricht in Supermarkt ein und fackelt Gebäude ab

Anwohner und Netto-Team nach Brand-Anschlag unter Schock: „Plötzlich ging das Ding hoch“

Großbrand Großkarolinenfeld Netto-Markt
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Vorher-Nachher-Vergleich: Der Netto-Markt in der Wendelsteinstraße in Großkarolinenfeld brannte nach einem Anschlag bis auf die Grundmauern aus.

Ein heißer Sommertag Ende Juni, strahlender Sonnenschein: Lachende Gesichter feiern eine Hochzeit im Ortskern. Wenige hundert Meter weiter liegen Rauchschwaden liegen in der Luft, ein leichter Brandgeruch zieht durch die Nase je näher der Netto-Markt in der Wendelsteinstraße rückt. Das Brand-Inferno in der Nacht von Freitag (25. Juni) auf Samstag (26. Juni) zog alle Aufmerksamkeit auf sich und ist am Tag nach der Katastrophe Gesprächsthema Nummer eins in der 7300-Seelen-Gemeinde.

Großkarolinenfeld - Das Areal um den Netto-Markt ist mit einem rot-weißen Absperrband gesichert, rundherum sammeln sich Menschentrauben. Man blickt in fassungslose Gesichter, Wortfetzen wie „Das war eine brutale Rauchentwicklung“, „Die Flammen waren meterhoch“ und „Wer macht denn sowas?“ dringen beim Vorbeigehen ans Ohr.

Zahlreiche Zaungäste fanden sich am Tag nach dem Flammen-Inferno am Areal des abgebrannten Netto-Markts in Großkarolinenfeld ein, um das Ausmaß der Katastrophe zu ermessen.

Netto-Marktleiterin: „Zuerst hat es noch geraucht - und plötzlich ging das Ding hoch“

Mittendrin Sabine Wirsing. Die Marktleiterin steht regungslos vor der Brandruine des Supermarkts, umringt von Mitarbeitern ihres Team, denen die Bestürzung ebenfalls in Gesicht geschrieben ist. „Es ist nicht leicht zu sehen, wie die eigene Filiale abbrennt“, erklärt sie traurig im Gespräch mit rosenheim24.de, während eine verbliebene Rauchschwade aus der Ruine zieht.

Wirsing wohnt in Kolbermoor, wurde aber noch in der Nacht von Kollegen über die Katastrophe informiert und machte sich sogleich auf den Weg. Um etwa 23 Uhr war sie vor Ort, die Feuerwehr bereits im Einsatz: „Zuerst hat es noch geraucht - und plötzlich ging das Ding hoch.

Supermarkt in Großkarolinenfeld geht in Flammen auf

Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
Brand eines Supermarktes am 25. Juni. © jre
Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
Brand eines Supermarktes am 25. Juni. © jre
Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
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Brand eines Supermarktes am 25. Juni.
Brand eines Supermarktes am 25. Juni. © jre

Ein psychisch labiler 29-jähriger Großkarolinenfelder hatte gegen 22.30 Uhr eine Scheibe eingeschlagen, sich so Zugang zu dem Supermarkt verschaffen und wohl einen Brandsatz gelegt. „So ist es losgegangen“, schildert eine Netto-Mitarbeiterin mit gesenktem Blick.

Bis auf die Grundmauern fraß sich das Feuer durch das Gebäude, zu retten ist nichts. Das Dach ist in sich zusammengesackt und einsturzgefährdet, die Waren im Inneren unwiderruflich verloren. Die Marktleiterin schätzt den Schaden auf mehrere Millionen Euro.

Verletzt wurde bei der Katastrophe niemand. Doch Wirsing möchte sich nicht ausmalen, was geschehen wäre, wenn der Brand ein paar Stunden eher gelegt worden wäre. „Nicht auszudenken, wenn der Kerl noch zu den Öffnungszeiten, als die Mitarbeiter und Kunden noch im Laden waren Amok gelaufen wäre“, wirft sie in die Runde und ihre Stimme stockt.

Der Netto-Markt in Großkarolinenfeld liegt nach dem Großbrand in Schutt und Asche.

„Das Alles in Schutt und Asche zu sehen ist schrecklich“

„Wir wissen alle, was da für Herzblut drin steckt und was wir in den letzten Jahren geleistet haben“, fährt die Verkaufsleiterin fort. Seit 2001 existiert die Filiale in der Wendelsteinstraße, der Großteil des Personals arbeitet seit mehr als zehn Jahren an dem Standort, der Kern des Teams seit über 15 Jahren.

Wirsing ist 2019 von der Mitarbeiterin zur Marktleitung ernannt worden. Sie hängt an dem Supermarkt: „Das ist nicht einfach nur ein Laden, das ist unser Baby. Wir sehen unser 16-köpfiges Team als Familie. Die Bindung ist so stark. Das Alles nun in Schutt und Asche zu sehen ist schrecklich.“

Der Tag nach dem Brand des Supermarktes in Großkarolinenfeld am 25. Juni

Der Tag nach dem Brand des Supermarktes in Großkarolinenfeld am 25. Juni .
Der Tag nach dem Brand des Supermarktes in Großkarolinenfeld am 25. Juni . © mb
Der Tag nach dem Brand des Supermarktes in Großkarolinenfeld am 25. Juni .
Der Tag nach dem Brand des Supermarktes in Großkarolinenfeld am 25. Juni . © mb
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Wie es nun weitergeht? Die Hilfsbereitschaft sei groß, die Mitarbeiter werden derweil auf umliegende Filialen in der Gegend verteilt. „Wir wollen auf jeden Fall wieder aufbauen“, zeigt sich Wirsing kämpferisch. Am Montag steht eine Lagebesprechung mit der Chefabteilung an. „Dann wissen wir mehr.“

Zahlreiche Zaungäste rund um die Brandruine in der Wendelsteinstraße

Während das Netto-Team fassungslos vor der Brandruine steht, hat sich ein regelrechter Publikumsverkehr rund um den Tatort gebildet. Kinder sitzen auf einem Container und betrachten das Ausmaß, junge Familien kommen mit dem Rad oder zu Fuß mit dem Hund, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. „Ich habe noch in der Nacht die Explosion gehört“, kräht ein kleiner Junge in Richtung unserer Reporterin.

Ein Kunde wollte gerade einkaufen gehen mit einem Haufen Leergut im Gepäck, als er plötzlich vor dem Absperrband stand. „Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Ich wohne am anderen Ende von Großkarolinenfeld und gehe regelmäßig im Netto einkaufen. Es ist fürchterlich das zu sehen. Wahnsinn, was so ein Feuer anrichten kann“, lässt er noch verlauten, ehe er unverrichteter Dinge kehrt macht.

Anwohner und Bürger von Großkarolinenfeld machten sich am Samstag (26. Juni) ein Bild von der Lage vor Ort.

Eine Anwohnerin berichtet gegenüber rosenheim24.de, sie wohne direkt gegenüber und habe um 23 Uhr den Rauch von der Terrasse aus gesehen und im selben Moment schon die Sirenen gehört: „Das Aufgebot der Feuerwehr war der Wahnsinn, Hut ab vor den Einsatzkräften, die die ganze Nacht großartiges geleistet haben. Für mich war das total beängstigend, ein ganz schreckliches Gefühl. Der Geruch von Verbranntem heute ist fast noch schlimmer als gestern.“

Ein junges Pärchen ist extra aus Rosenheim hergefahren, um die Brandruine zu sehen. Sie fragen sich, was im Kopf des Täters vorgehen muss, dass man so einen Schritt wagt. „Ich kann mir nur vorstellen, dass es ein Ex-Mitarbeiter war, der vielleicht noch eine Rechnung offen hatte“, vermutet der junge Mann und seine Freundin ergänzt: „Es ist schon beängstigend, zu wissen, dass einer vorsätzlich ein Gebäude in Brand setzt.“

Was jemanden zu so einer Tat bewegt? Das herauszufinden ist nun Aufgabe der Polizei.

mb

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