Grundstück für Kinderkrippe gefunden

Schechen - Die erste Sitzung des Schechener Gemeinderats nach der Sommerpause hielt eine Überraschung für die Gemeinderäte bereit:

In der ersten Sitzung nach der Sommerpause informierte Bürgermeister Hans Holzmeier die Gemeinderäte über die aktuelle Entwicklung zum geplanten Bau einer Kinderkrippe in Pfaffenhofen, gemeinsam mit der Stadt Rosenheim.

So bietet sich nunmehr überraschend ein in Pfaffenhofen zentral gelegenes Grundstück an, auf welchem derzeit noch ein im Gemeindeeigentum befindlicher Altbau steht. Eine Wiederbelegung als Sozialwohnungen bietet sich, so Bürgermeister Holzmeier, wegen des schlechten Bau-Zustandes nicht mehr an und könnte einer für die Gemeinde Schechen und gleichsam auch für den nördlichen Bereich der Stadt Rosenheim so wichtigen Einrichtung weichen. Die Gespräche mit der Stadt Rosenheim würden zwar eigene Raumplanungen mit entsprechenden Kapazitäten aufzeigen, doch sei man sich auch darüber einig, den Dialog über das Gemeinschaftsprojekt fortzusetzen und mit einem Architekten-Wettbewerb in die nächste Runde zu gehen.

Diesem Weg stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Die Erweiterung der öffentlichen, zentralen Entwässerungsanlage auf die Gemeindeteile Lohen und Kaps kann im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Die Mittel für diese Baumaßnahme wurden aufgrund der Meldung in die Dringlichkeitsliste in das staatliche Förderprogramm 2011 eingestellt und mit dem positiven Beschluss des Gemeinderates ist der förmliche Weg für deren Beantragung geebnet.

Vermehrte Buchungen von Kinderbetreuungszeiten in den Nachmittag hinein machen die Anhebung des Gesamtstundenbudgets am gemeindlichen Kindergarten in Hochstätt erforderlich. Der Gemeinderat schloss sich demzufolge dem Vorschlag der Verwaltung an und genehmigte eine Aufstockung von 353 auf 375 Wochenstunden, gleichzeitig wurde auch für die Mittagsbetreuung an der Grundschule eine geringfügige Anhebung auf 45 Stunden genehmigt.

Die Bauleitplanung "Rosenweg" in Schechen erhielt nach öffentlicher Auslegung und Behandlung der umfassenden Anregungen und Stellungnahme seitens des Bund Naturschutz durch den Gemeinderat mit dessen Feststellungs- und Satzungsbeschluss grünes Licht. Somit kann die Bebauung der von der Gemeinde ausgewiesenen 4000 Quadratmeter großen Fläche, die Hälfte davon ist als Bauland für Einheimische bestimmt, nach Genehmigung des Flächennutzungsplanes durch das Landratsamt schon in Kürze beginnen.

Die Erweiterung der Wohneinheiten für Wohngebäude im Bebauungsplangebiet "Schechen-West" soll jeweils im Bedarfsfall entschieden werden. Auf diesen Modus verständigte sich das Ratsgremium nach eingehender Beratung von Anträgen aus der Marienberger Straße in Schechen, die die Absicherung einer Wohnraumerweiterung durch eine Bebauungsplanänderung zum Ziele hatte. Bürgermeister Holzmeier signalisierte für konkrete Antragsfälle, soweit sie sich im besagten Rahmen bewegen, den pragmatischen Weg der Befreiung mit dem Vorteil eines geringen Zeit- und Kostenaufwandes.

Schließlich billigte der Gemeinderat auch den vom Architekturbüro Fuchs erstellten Änderungsentwurf zum Bebauungsplan "Hochstätt Nord", sodass die beabsichtigte Bebauung des Grundstückes an der Wendelstein-Haidacher-Straße in einem zügigen Verfahrensweg bald verwirklicht werden kann.

Die umfangreiche Tagesordnung schloss Bürgermeister Hans Holzmeier mit der Ankündigung, dass im Zusammenhang mit dem angedachten Bau einer neuen Sporthalle ein erstes gemeinsames Treffen des Gemeinderates mit Vertretern des Sportvereins stattfinden wird.

so/Oberbayerisches Volksblatt

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