Harte Strafe gegen Unternehmer verhängt

Rosenheim - Deutschlands Steuerzahler drohen an der ständig steigenden Abgabenlast zu ersticken. Das lässt so manchen auf dumme Gedanken kommen.

Steuerhinterziehung wird zum Volkssport.

Dass solche Tricks böse enden können, bekam jetzt ein bedeutender Unternehmer aus dem Landkreis Rosenheim zu spüren: Er wurde zu einer Geldstrafe von knapp drei Millionen Euro und einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verdonnert.Wie das Amtsgericht Rosenheim auf Anfrage des Oberbayerischen Volksblatts bestätigte, hatte sich der Mann in 27 Fällen der Steuerhinterziehung schuldig gemacht. "Es wurden unrichtige und unvollständige Angaben gemacht und dadurch Steuern gekürzt", wie es im Juristendeutsch heißt. In den meisten Fällen hatte der Unternehmer die Taten durch andere Personen begehen lassen, in einigen Fällen war er aber auch selbst in Aktion getreten.

Die Steuerhinterziehung erfolgte sowohl zu Gunsten mehrerer Firmen des Industriellen als auch zum privaten Vorteil. Sie erstreckte sich über einen längeren Zeitraum. Los ging es im Jahre 2003, Ende 2008 endeten die einschlägigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München II.

Der Strafbefehl gegen den Unternehmer lautet nach Angaben des Amtsgerichts auf eine Gesamtgeldstrafe von 2,88 Millionen Euro. Ferner wurde eine Freiheitsstrafe von zwölf Monaten auf Bewährung verhängt. Unter anderem wegen seines hohen Alters kam der Verurteilte mit einem Strafbefehl davon. Ansonsten, so war zu erfahren, wäre wohl eine Anklage und öffentliche Verhandlung fällig gewesen.

Neben der Strafe muss der Unternehmer die hinterzogenen Steuern, deren genaue Höhe die Staatsanwaltschaft geheim hält, nachzahlen. Der Strafbefehl ist seit dem 30. Juni rechtskräftig.

bör/Oberbayerisches Volksblatt 

Rubriklistenbild: © dpa

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