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"Nicht rütteln am Betreuungsgeld"

Herrenchiemsee - Die Frauen-Union diskutierte mit den Abgeordneten Daniela Ludwig und Kerstin Schreyer-Stäbleinüber das Thema Betreuungsgeld.

Die CSU, die Frauen-Union Rosenheim-Land und die Vorsitzende der CSU-Familienkommission, Kerstin Schreyer-Stäblein (MdL), halten am Betreuungsgeld fest. „Die Regierungskoalition hat die Forderungen der FDP im Koalitionsvertrag umgesetzt, jetzt sind wir an der Reihe“, sagte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig bei der traditionellen Veranstaltung „Politik herzhaft serviert“ in der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee. „Irgendwann ist mal Ende, wenn ein Partner in der Koalition nicht mehr hält, was man ausgemacht hat.“ Kompensationen wie die Gleichstellung der Homo-Ehe kämen für die CSU nicht in Frage. „Wir sind hier schließlich nicht auf dem Bazar.“

"Es ist ein Glaubenskrieg geworden"

Kerstin Schreyer-Stäblein kritisierte, bei dem Betreuungsgeld gehe es vielen Oppositionspolitikern nicht mehr um die Sache. „Es ist ein Glaubenskrieg und eine armselige Diskussion geworden. Längst geht es nicht mehr um den Grundgedanken, wie Eltern am besten ihre Kinder auf den richtigen Weg bringen.“ Für die CSU liege die Verantwortung für die Erziehung klar bei den Eltern. Hier müsse es flexible Lösungen für die Kinderbetreuung geben. „Einwände, dass vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen das Geld nehmen und den Kindern eine Betreuung in den Kinderkrippen vorenthalten, lasse ich nicht gelten. Als Familientherapeutin weiß ich, dass eine gute Erziehung nicht vom Einkommen abhängt.“

Die Frauen-Union Rosenheim-Land hatte Schreyer-Stäblein als Hauptrednerin in die Schlossgaststätte eingeladen. Die CSU-Landtagsabgeordnete gab einen Einblick in die Hauptthemen der Arbeit im Maximilianeum. „Hier ist für uns Frauen die Wirtschafts- und Sozialpolitik genauso wichtig wie die Bildungspolitik.“ Gerade in Sachen Schule habe die CSU Erfolge vorzuweisen. „Wir haben ein so gutes Zahlenverhältnis Lehrer-Schüler wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das muss gesagt werden, und deshalb darf die Bildungspolitik nicht schlecht geredet werden – auch wenn es Einzelfälle mit größeren Klassen gibt.“ Bayern habe Vorbildfunktion. „Wir stellen 1000 neue Lehrer ein, Baden- Württemberg kürzt über 2000 Lehrerstellen.“

Kein billiges Personal aus dem Ausland

Die Kreisvorsitzende der Frauen-Union Rosenheim-Land, Sabine Balletshofer sagte, eine gute Bildungspolitik sei die Wirtschaftspolitik von morgen. „Unsere Firmen brauchen qualifiziertes Personal, das gut ausgebildet ist. Hier liegt gerade in der Schulpolitik der Schwerpunkt.“ Balletshofer verlangte in der Sozialpolitik ein Umdenken der Tarifparteien und der Gesellschaft bei der Bezahlung von Pflegeberufen. „Diese Tätigkeit muss besser entlohnt werden. Die Gesellschaft wird immer älter. Es darf nicht sein, dass hier nur billiges Personal aus dem Ausland geholt wird.“

Das unterstrich auch Kerstin Schreyer-Stäblein. „Wir müssen uns fragen: ist es der richtige Weg, Berufe so zu gestalten, dass die Menschen davon nicht mehr leben können? Was ist uns die Arbeit am Menschen wert?“ Das betreffe Erzieherinnen genauso wie die Pflegekräfte in Kliniken oder Altenheimen. Die Tarifvertragsparteien seien hier aufgefordert, das Problem zu lösen.

Pressemeldung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

Rubriklistenbild: © Wahlkreisbüro Daniela Ludwig

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