55.000 Euro: Feuerwehr erhält zweite Hochleistungspumpe

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Leiter des Pfarrverbands Prutting – Vogtareuth, Pfarrer Guido Seidenberger bei der Segnung

Leonhardspfunzen - 100 Liter pro Sekunde! So viel kann die neue Hochleistungspumpe der Feuerwehr im Falle eines Hochwassers leisten. Übergeben wurde sie im Rahmen des Feuerwehrjahrtages.

Im Hochwasserfall kann im Landkreis Rosenheim auf eine zweite Hochleistungspumpe zurückgegriffen werden. Mit Einverständnis der Gemeinden Stephanskirchen und Prutting ist sie bei der Freiwilligen Feuerwehr in Leonhardspfunzen stationiert. Heute Mittag, 26. April, wurde die Pumpe im Rahmen des Feuerwehrjahrtages von Landrat Wolfgang Berthaler offiziell übergeben.

Nach dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Guido Seidenberger betonte Berthaler in seiner Ansprache die Bedeutung der Hochleistungspumpe. Sie ist Teil der Vorsorge, denn Hochwasser sind nicht nur lokal beschränkt, im Juni 2013 waren viele Gemeinden betroffen. Für den Landrat ist Hochwasserschutz aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft. Konkret sprach er die Rolle der Grundstückseigentümer an, sie sollten offen sein für die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes. Berthaler bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Leonhardspfunzen dafür, dass sie sich für die Betreuung der Hochleistungspumpe zur Verfügung stellte, denn Einsätze im gesamten Landkreis sind möglich. Er wünschte der Feuerwehr, dass die Pumpe so wenig wie möglich gebraucht wird.

Ähnlich äußerte sich Kreisbrandrat Richard Schrank, das neue Gerät bedeutet viel Verantwortung. Die Natur zeigt uns immer wieder auf, wo unsere Grenzen sind. Die Pumpe kann kein Unwetter vermeiden, sie kann aber helfen, Schäden zu vermeiden. Grußworte gab es zudem von Stephanskirchens zweiten Bürgermeister Karl Mair und Pruttings ersten Bürgermeister Hans Loy.

Die Freiwillige Feuerwehr in Leonhardspfunzen betreut die Pumpe im Einsatz und sorgt für Wartung und Pflege. Im Jahr 2007 beschaffte der Kreisfeuerwehrverband aus Spendengeldern des Oberbayerischen Volksblatts und einem Zuschuss des Landkreises Rosenheim die erste Hochleistungspumpe. Beim Hochwasser im Juni 2013 zeigte sich jedoch, dass eine Pumpe für den gesamten Landkreis nicht ausreicht. Die neue Pumpe kostete knapp 55.000 Euro, sie hat eine Förderleistung von 6000 Litern pro Minute oder 100 Litern pro Sekunde.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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