Hochwasserfreilegung wieder Thema

Söchtenau - Die „unendliche Geschichte“ der geplanten Hochwasserfreilegung in Krottenmühl stand in der jüngsten Sitzung des Söchtenauer Gemeinderats mal wieder auf der Tagesordnung.

Es hatte Diskussionen über die Gebühren für die erneuerte Trinkwasserleitung gegeben. Huber erklärte die "unendliche Geschichte" der geplanten Hochwasserfreilegung habe bereits etwa im Jahr 2004 begonnen. 2007 habe ein fertiger Plan kurz vor der Ausschreibung gestanden, der aber mit Gemeinderatsbeschluss wieder gekippt worden sei. Die folgende Planung habe sehr viel gründlichere Maßnahmen vorgesehen, die dann auch durchgeführt wurden.

So sei die bestehende PVC-Trinkwasserleitung in der Straße komplett erneuert worden, da befürchtet worden sei, dass, wenn alles fertig sei, Schäden an der viele Jahre alten Leitung auftreten könnten und die Straße dann wieder hätte aufgerissen werden müssen. Auch der Regenwasserkanal sei nach der neuen Planung in der Straße auf Gemeindegrund verlegt worden.

Erster Bürgermeister Sebastian Forstner erklärte, "insgesamt ist das Ganze eine super Lösung geworden". Für die Erneuerung der Trinkwasserleitung, sei die Gemeinde per Gesetz verpflichtet, Gebühren zu erheben. Da gebe es kein Ausweichen, ansonsten mache sich die Gemeinde und er strafbar.

Die Anregungen und Stellungnahmen zum Bebauungsplan Schwabering West II wurden vom Rat zur Kenntnis genommen und berücksichtigt.

Einstimmig billigte der Rat den Bauantrag von Sebastian Schmidmayer, Nutzungsänderung und Umbau des Rinderstalles in einen Mehrzweckraum sowie Neubau eines Kleintierstalles. Keine Gegenstimme gab es beim Bauantrag von Casna Leronzo, Errichtung eines Zweifamilienhauses in Untershofen. Auch die nötige Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes wurde erteilt. Einstimmig ging der Bauantrag von Anita Redl, Errichtung eines Einfamilienhauses im Gemeindeort Berg durch.

Bei der Bauvoranfrage von Markus Dettendorfer, Bau einer Reithalle und zweier Einfamilienhäuser in Innthal wurde ein Antrag von Benno Krämer, vorher eine Ortsbesichtigung vorzunehmen, mit acht zu sechs Stimmen abgelehnt. Mit einer Gegenstimme wurde die Voranfrage gutgeheißen.

Verschiedene Planungsvarianten wurden für den geplanten Umbau des Kindergartenhauses in Schwabering vorgestellt. Alle Varianten wurden diskutiert, gefielen aber den Räten nicht besonders. Vor allem, wie die geforderte Fluchttreppe gefällig unterzubringen ist, macht Schwierigkeiten.

Das Landratsamt Rosenheim ersetzte in zwei Fällen das nicht erteilte gemeindliche Einvernehmen. In einem Fall hatte die Bauwerberin nach erfolgter Ortsbesichtigung und scheinbarer Einigung mit den Räten, statt der im Plan eingezeichneten Tiefgarage im Keller, mit anderer Nutzung des Kellers gebaut. Im anderen Fall hatte ein Bauwerber den vom Rat in einer "Garagenordnung" geforderten Abstand von fünf Meter zur Straße nicht akzeptiert, sondern auf dem Abstand von drei Metern zur Straße bestanden. Auch er bekam vom Landratsamt recht. "Damit können wir die Garagenordnung gleich auflösen", meinte der enttäuschte Bürgermeister.

Sebastian Forstner teilte noch mit, dass eine genehmigte Vodafon-Antenne in Söchtenau aufgerüstet werde. Ferner machte er darauf aufmerksam, dass die Einrichtung der berufsbezogenen Jugendhilfe "Junge Arbeit Rosenheim", Paten für die Betreuung von Jugendlichen suche.

ni/Oberbayerisches Volksblatt

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